Die steigende Zahl der Übernachtungen macht deutlich: Im Tourismus ist die Gemeinde auf dem richtigen Weg. Dabei gibt es ein spezielles Zugpferd.
Es ist einiges los im Bereich Tourismus in Vöhrenbach, wie aus dem Bericht über die vergangenen vier Jahre von Sonja Fehrenbach (Tourist-Info) und Janine Stuka (Hauptamt) im Gemeinderat deutlich wurde. Ganz wichtig ist dabei die Linachtalsperre.
Bereits bei den Übernachtungszahlen zeigte sich, dass man im Tourismus offensichtlich auf dem richtigen Weg ist. Denn in den vergangenen Jahren gab es zum Teil deutlich mehr Übernachtungen in Vöhrenbach als in früheren Jahren.
Von 2000 bis 2020 verzeichnete man teilweise nur 14 400 Übernachtungen im Jahr mit dem Höhepunkt im Jahr 2019 mit 23 950 Übernachtungen. Doch in den Berichtsjahren 2021 bis 2024 lagen die Zahlen durchweg höher. 2021 waren noch die Corona-Nachwehen zu spüren mit „nur“ 24 227 Übernachtungen. In den beiden folgenden Jahren stieg die Zahl auf rekordverdächtige mehr als 33 000 Übernachtungen pro Jahr. Im vergangenen Jahr waren es 28 400.
Ein Highlight im Vöhrenbacher Tourismus ist das technische Kulturdenkmal Linachtalsperre. Interesse besteht an den Führungen, wofür ein besonderer Dank dem Förderverein Linachtalsperre galt, dessen Mitglieder sich ehrenamtlich als Führer bei Talsperre und Kraftwerk zur Verfügung stellen. Nach der Coronapause stieg die Zahl der Führungen wieder deutlich an mit jeweils rund 400 Gästen jedes Jahr.
2023 wurde an der Linachtalsperre der erste Weihnachtsmarkt veranstaltet mit 40 Ständen, der sehr gut angenommen wurde. Auf großes Interesse stößt auch der „interaktive Themenweg“ an der Linachtalsperre: Seit dem vergangenen Jahr können Besucher mit einer App auf dem Handy das interaktive Abenteuer „Die Rettung der Linachtalsperre“ erleben. Bürgermeister Heiko Wehrle machte deutlich, dass der Förderverein Linachtalsperre wieder neue Helfer und Unterstützung brauche, um auch künftig unverändert diese beliebten Führungen anzubieten.
„Etappe null“ beim Donauradweg
Die Stadt Vöhrenbach beteiligte sich auch am Tourismustag des Schwarzwald-Baar Kreises 2023, der zum Besuch der verschiedensten touristischen Ziele im Kreis anregte. Eine wichtige Station war die „Etappe null“ beim Donauradweg. Dieser beliebte Radweg von Donaueschingen bis zum schwarzen Meer wurde um eine Etappe rund um die beiden Quellflüsse Brigach und Breg erweitert. Im vergangenen Jahr wurde das offene Trekking-Camp „Zum Katzenwinkel“ eröffnet, wo vor allem Wanderer Rast machen und einen Zeltplatz buchen können. Bereits im ersten Jahr gab es 220 Buchungen.
Viele Gäste kommen immer wieder
Weitere wichtige Angebote gibt es unverändert jedes Jahr, beispielsweise die Führungen auf dem WasserWeltenSteig. Von besonderer Bedeutung ist hier die Pflege der Wanderwege durch ehrenamtliche Helfer, die ebenfalls neue Unterstützung benötigen. Jedes Jahr werden in Vöhrenbach Feriengäste geehrt, die regelmäßig hier Urlaub machen. In den vergangenen vier Jahren waren es 21 Familien, die ausgezeichnet wurden für bis zu 45 Ferienaufenthalte. Und nicht zuletzt sind die Badetage am Stausee sehr beliebt. Allerdings vermisst Bürgermeister Heiko Wehrle hier die Bewirtung, wie in den ersten Jahren.