Die Traditionsveranstaltung zieht aus der Dorfmitte zur Sulzberghalle um und wird außerdem um einen Tag verlängert.
Nachdem das 23. Sulzer Dorf- und Straßenfest vor zwei Jahren nur unter größten Anstrengungen am neu gestalteten Dorfplatz gefeiert werden konnte, waren sich die veranstaltenden Vereine einig, dass es so nicht weitergehen kann. Aus den Glanzzeiten waren nur noch fünf Vereine übrig geblieben, denen Verordnungen immer mehr zu schaffen machten.
In erster Linie war da das Sicherheitskonzept der Stadt – es verlangte, dass die Feuerwehr mit ihrer Drehleiter Zugang haben musste. Hinzu kam, dass die Zufahrtsstraßen mit Barrikaden gegen mögliche Anschläge mit einem Auto geschützt werden sollten. Auch der Aufbau der Zelte war für die Vereine ein immer größeres Problem. Nicht nur des fehlenden Personals wegen, sondern auch, da die Zelte ab einer Grundfläche von mehr als 75 Quadratmetern eine Ausführungsgenehmigung und eine Gebrauchsabnahme benötigten. Hinzu kamen dann noch Kosten für Absperrung, Strom, Versicherung und Unterhaltungsmusik – das alles vermochten die fünf Vereine nicht mehr zu stemmen.
Die Auflagen bereiteten den Vereinen Probleme
All das war ausschlaggebend, dass ein neues, gemeinschaftliches getragenes Festformat gefunden werden musste. Das ist gelungen, unter der Leitung von Steffi Maier-Straubmüller und Patrick Ebert haben sich zusätzliche Sulzer Vereine und Mitbürger engagiert, um gemeinsam ein zeitgemäßes Fest für alle Generationen zu veranstalten.
Dass dass Konzept auf gesunden Füßen steht, zeigt sich bereits an der der gestiegenen Teilnehmerzahl. Denn zu den fünf Vereinen vom Dorffest 2024 sind sieben weitere dazugekommen – jetzt sind es also insgesamt zwölf (Ski-Club, KJG, Turnverein, Schlossbühl-Jäger und Ranzengarde, Freiwillige Feuerwehr, Musikverein, Förderverein Heimatgut, Fußballverein, Naturbad, Schützenverein, Frauengemeinschaft sowie Einfach helfen Rosi Becherer).
Bei den monatlichen Treffen ist viel erreicht worden – so steht fest, dass das Fest von der Dorfmitte an die Sulzberghalle umziehen wird. Neu ist auch, dass es von Samstag bis Montag gehen wird. Das hat mehrere Vorteile, wie die Verantwortlichen bei einem Pressegespräch erklärten: Zum einen kann auf dem Parkplatz neben der Sulzberghalle ein großes Festzelt aufgebaut und rundum mit Ständen der Vereine bestückt werden. Hinzu kommt die Halle selbst, wobei die Kulturhalle nebst Theke zur Verfügung stehen wird. Auch das leidige Thema der (zu) wenigen Toilettenanlagen am Kirchplatz hat sich am neuen Standort erledigt. Der Vorplatz der Sulzberghalle bietet außerdem einige Möglichkeiten für kleinere Fahrgeschäfte sowie einen Bier- und Sektstand.
Das große Festzelt soll der zentrale Treffpunkt sein, wobei auf der Bühne Live-Musik für Jung und Alt dargeboten werden soll. Auch das kulinarische Angebot der Sulzer Vereine soll sich sehen lassen können, wobei großer Wert auf regionale Speisen gelegt wird, wie zu hören war. Der Veranstalter, die Vereinsgemeinschaft Sulz, hofft, dass dieses neue Konzept rund um die Sulzberghalle voll ins Schwarze trifft, dass viele Menschen kommen und ihre Freude daran haben werden. Denn nur dann wird es 2028 mit dem Motto „Ein Fest von Sulzern für Sulzer und für alle, die gerne mit uns feiern“ eine Fortsetzung geben.
Wer das Dorffest 2026 mit Werbung, sei es auf auf Plakaten, Festflyern, Sozial-Media auf einem Bauzaun am Festgelände oder an den Ortseingängen, unterstützen möchte, kann sich bei Steffi Maier-Straubmüller (Telefon 0160/ 9 67 69 19 50) und Patrick Ebert (0176/56 59 43 74) unverbindlich informieren. Auskünfte sind auch unter der E-Mail-Adresse sponsoring@sulz-feiert.de erhältlich.
Das Programm
Eröffnet wird das Fest am Samstag, 5. September, um 18 Uhr mit dem Fassanstich. Im Festzelt sollen dann die „Filterländer“ für Stimmung sorgen. Am Sonntag geht es um 11 Uhr mit einem zünftigen Frühschoppen weiter. Neben einer Bilderausstellung nebst Filmvorführung vom Förderverein Sulzer Heimatgut rundet ein buntes Kinderprogramm den Sonntag ab. Neu ist beim Dorffest 2026, dass auch der Montag mit einbezogen wird. Geplant sind ab 16 Uhr ein Bauernvesper und Live-Musik aus der Region.