Sonnig wie sonst nur im Mittelmeerraum zeigte sich der Juni in Ettenheimmünster. Foto: Wetterstation Ettenheimmünster

Der Juni hat sich von seiner ungewöhnlich sonnigen und trockenen Seite gezeigt. Die Wetterstation Ettenheimmünster verzeichnete mehr Sonnenstunden als beim Jahrhundertsommer 2003.

Der erste Sommermonat Juni bescherte den Menschen in Südbaden mehr Sonnenschein als sonst in Spanien oder Italien, erklärt die Wetterstation Ettenheimmünster.

Mit insgesamt 328 Stunden schien das Zentralgestirn beachtliche 84 Stunden länge ins Münstertal als sonst in einem normalen Juni.

Der bisherige Rekord vom Juni 2003 im Jahrhundertsommer mit 319 Sonnenstunden wurde deutlich überboten, stellt die Wetterstation fest. Sonnentage mit mehr als zehn Stunden Sonne verzeichnete die Wetterstation an 23 Tagen mit dem sonnenreichsten Tag am 24. Juni mit 14,6 Stunden.

2,7 Grad über dem jährlichen Mittelwert

Deutlich zu warm verabschiedete sich der Juni in diesem Jahr. Mit einer Monatsmitteltemperatur von 20,0 Grad lag der Juni 2,7 Grad über dem langjährigen Mittelwert.

Sommerlich warm mit mehr als 25 Grad im Schatten war es an 26 Tagen. Hitzetage von mehr als 30 Grad gab es an vier Tagen im Münstertal zu verbuchen. Am 20. Juni herrschte richtiges Badewetter und das Thermometer stieg in der Wetterhütte auf schweißtreibende 32,7 Grad.

Die Nächte zeigten sich in der ersten Monatshälfte noch von ihrer kühlen Seite. Erst ab dem 15. Juni wurde es auch nachts deutlich milder. Am frischsten war es am Morgen des 5. Juni mit einer Lufttemperatur von gerade einmal 7,7 Grad. Richtig frisch wurde es am 14. Juni im hinteren Münstertal beim Dörlinbachergrund. Da fiel die Temperatur bis auf 1,0 Grad in Erdbodennähe ab.

An 22 Tagen fiel überhaupt kein Regen

Deutlich zu trocken war der Juni in diesem Jahr. Nur 68,1 Gesamtliter Niederschlag sammelten sich im ersten Sommermonat in Ettenheimmünster an. Üblich wären im Juni 94,6 Liter. Auch auf den Höhen des Hünersedels blieb es viel zu trocken mit gerade mal 58 Liter (51 Prozent). Bis zum 18. Juni fiel fast überhaupt kein Regen in der Region. Erst danach sorgten einige Gewitter für nennenswerte Niederschläge. Am 22. und 30 Juni ergossen sich dann mehr als zehn Liter auf den Quadratmetern innerhalb eines Tages. Am meisten fiel am 30. Juni mit einer Tagesmenge von 28,6 Litern. Ganztägig trocken blieb es dagegen an 22 Tagen im Juni, da fiel überhaupt kein Tropfen Regen im Münstertal. An drei Tagen zogen Gewitter mit Blitz und Donner über das Münstertal.