Zu einem gewalttätigen Vorfall in Balingen hat unser Leser Peter Seifert die folgende Meinung.
Videokamera am Bahnhof für mehr Sicherheit
Wenn man bei einer Bluttat persönlich vor Ort war, hinterlässt der Anblick von blutverschmiertem Stein-Pflaster eine andere Wirkung als nur das Lesen des Zeitungsberichts über eine Messerstecherei morgens um halb elf am vorletzten Mittwoch.
Wenn man aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik dann herauslesen kann, dass im vergangenen Jahr bei Delikten mit Jugendlichen schon häufig Messer im Spiel waren, könnte man fast meinen, dass solche Auseinandersetzungen jetzt zum Alltag gehören. Der Täter kommt aus Nordafrika und es hat sich wohl offensichtlich einen Streit um Gelder aus Drogendeals gehandelt. Wäre die Klinge noch tiefer zum Einsatz gekommen, hätte es auch einen Toten geben können.
Bereits polizeibekannt
Zum 75. Jahrestag des Grundgesetzes wird der Artikel 16 zitiert, in dem es heißt „politisch Verfolgte genießen Asyl“. Der mutmaßliche Täter kommt aber aus einem sicheren Herkunftsland. Auch wenn dort extreme Armut und Perspektivlosigkeit droht, so kann das meiner Meinung nach nicht der Grund sein, jedem Aufnahme zu gewähren, der an unsere Türen klopft. Wenn zu lesen ist, dass der Mann polizeibekannt ist, fragt man sich doch unweigerlich, was dieser hier noch zu suchen hat.
Videobeweis zur Aufklärung
Weshalb bürden wir uns die Kosten für die Alimentierung junger Krimineller auf und akzeptieren, dass allein die Strafverfolgung bei einer Verurteilung pro Gefängnistag 200 Euro kostet? Die Kosten für das Ermittlungs- und Gerichtsverfahren gar nicht gerechnet. An allen Ecken und Enden fehlt Geld und hier wird es zum Fenster hinausgeschmissen.
Eine dringend notwendige Videokamera verhindert vielleicht nicht die Straftaten, hilft dann aber bei der Aufklärung. So kann es auf jeden Fall nicht weiter gehen.
Peter Seifert, BalingenSchreiben Sie uns: leserbriefe@schwarzwaelder-bote.de. Mit der Übersendung erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihr Leserbrief in der Printausgabe, im E-Paper sowie im Onlinedienst des Schwarzwälder Boten veröffentlicht wird. Wir behalten uns Kürzungen vor. Leserbriefe entsprechen nicht notwendig der Meinung der Redaktion.