Wohlfühlatmosphäre mit freiem Blick in die Natur. Die schönen Holzmöbel Möbel wurden mit viel Liebe ausgesucht. Foto: Stopper

Man sollte noch einmal Kind sein. Und in der neuen Sickinger Kindergartengruppe betreut werden. Die Räume in dem neuen Anbau wurden am Dienstag offiziell eingeweiht. Und sie sehen einfach so wunderschön aus, dass man an liebsten einziehen würde.

Hechingen-Sickingen - Etwa zwei Millionen Euro hat die Stadt Hechingen hier investiert, um zwei Gruppe für jeweils 22 Kinder im Alter zwischen zwei und sechs Jahren zu schaffen. Es ist nach der Erweiterung vor acht Jahren der zweite Anbau an den Sickinger Kindergarten. Diese Anstrengungen Hechingens auf dem Weg zu einer "kinderfreundlichen Stadt" betonte auch Bürgermeister Hahn in seiner Begrüßung vor Baubeteiligten, Verwaltungsmitarbeitern, Ortschaftsräten und Erzieherinnen. Naturkindergarten am Martinsberg und Erster Spatenstich für einen Anbau am Fürstin-Eugenie-Kindergarten mit 70 neuen Plätzen nannte er als weitere Marksteine im vergangenen Jahr. Diese Infrastruktur sei ein wichtiger Standortfaktor, damit beispielsweise auch die boomende Medizintechnik in der Stadt sich leichter tue, qualifizierte Mitarbeiter nach Hechingen anzuwerben.

Großer Bedarf an Kinderbetreuung hatte am Ende Vorrang

Sickingens Ortsvorsteher Siegbert Schetter zeigte sich in seiner Ansprache hoch erfreut über den gelungenen Bau in diesem Ortsteil. Kleiner Wermutstropfen. Eigentlich sollte im Untergeschoss Platz für Ortschaftsverwaltung und einen Veranstaltungssaal entstehen. Aber der enorme Bedarf an neuen Betreuungsplätzen ging dann schließlich vor.

Michael Werner, Hochbau-Chef der Stadt Hechingen, konnte zurecht mit Stolz darauf verweisen, dass das Gebäude mit Planung und Bau in nur 21 Monaten realisiert wurde und sogar noch leicht unterhalb der geschätzten Kosten blieb. Und das trotz Corona und Baukostensteigerung.

Architekt Thilo Sprenger verwies in seinem kurzen Grußwort darauf, dass der Bau in Holzbau gefertigt wurde und nach ökologischen Gesichtspunkten die aktuell geltenden Standards deutlich übertrifft.

Und richtig schön sind die Räume auch, wie der Rundgang zeigte. Große Scheiben zu eine kleinen Innenhof, der sich zum Garten öffnet, ein großzügig bemessener Flur, in dem auch gut gespielt werden kann, liebevoll ausgewählte Möbel in Holz, die auch zur Lärmschutzdecke passen. Sogar die Stiefelhalter wurden bei einem Schreiner in Auftrag gegeben, damit sie zum Gesamtdesign passen. Clever auch die Belüftung durch verdeckte Schlitze in der Wand. Hier müssen nur Klappen geöffnet werden, eine sehr teure und wartungsintensive mechanische Lüftung ist auf diese Weise überflüssig. Die ersten Kinder sind bereits am 3. Januar in die neuen Räume eingezogen. Eines ist sicher: Räumlich sind alle Voraussetzungen geschaffen, dass sie sich hier richtig wohl fühlen.