In Freiburg ist der Startschuss für den Radschnellweg RS 6 gefallen. Er soll künftig Freiburg mit Emmendingen und Waldkirch verbinden.
Freiburg und das Umland rücken näher zusammen: Mit dem Spatenstich für den Radschnellweg RS 6 ist eines der der wichtigsten Mobilitätsprojekte der Region gestartet. Die rund 25 Kilometer lange Strecke verbindet künftig Freiburg mit Waldkirch und Emmendingen und schafft eine wichtige Verbindung für Pendler, Freizeitradler und Schüler. „Der RS 6 wird zu einer der wichtigsten Verkehrsadern im Norden Freiburgs“, ist Landesverkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) überzeugt.
Das Konzept setzt auf breite Wege sowie möglichst wenige Steigungen und Kreuzungen, um ein Maximum an Komfort und Sicherheit zu bieten. Ziel der Radschnellwege ist es nicht, dass Radfahrer möglichst schnell von A nach B kommen sondern vielmehr, dass sie sich ohne an Ampeln oder Kreuzungen halten zu müssen, fortbewegen können. Außerdem wird im Zuge der Baumaßnahmen auch der Komfort für Fußgänger erhöht.
Neuerung für Fußgänger
Für die Fußgänger wird außerdem etwas gebaut, was in Freiburg bisher neu ist: Wenn ein Gehweg eine Straße quert, läuft dieser auf gleicher Höhe über die Fahrbahn – im Fachjargon heißt das Gehwegüberfahrt. Der Kfz- und Radverkehr quert den Gehweg dann über zwei Rampen. Das senkt das Tempo und erhöhe so nachweislich die Verkehrssicherheit. Im Abschnitt A gibt es 21 solcher Gehwegüberfahrten.
Was attraktiv für den Fuß- und Radverkehr ist, soll gleichzeitig für den Autoverkehr unattraktiver werden. So sind unter anderem drei neue Einbahnstraßen und drei Durchfahrtssperren in der Planung, teilt die Stadt mit.
Erste Abschnitt soll 2027 fertig sein
Der Bau des Freiburger Streckenabschnitts ist in mehre Bauabschnitte unterteilt. Bis 2027 sollen die Arbeiten am ersten Bauabschnitt abgeschlossen sein. Die Kosten werden mit 5,7 Millionen Euro veranschlagt, betragen somit nur einen Bruchteil der Kosten für neue Autostraßen und werden bis zu 75 Prozent vom Land gefördert.
In Freiburg verläuft der RS 6 vom Leopoldring in der Innenstadt über die Stadtteile Herdern und Neuburg in Richtung Norden. In Gundelfingen (Breisgau-Hochschwarzwald) ist eine y-förmige Verzweigung Richtung Waldkirch beziehungsweise Emmendingen vorgesehen.