Die Kindergärten waren Thema im Gemeinderat. Foto:  

Die Altensteiger Kitas bieten eine Menge Plätze – die werden aber auch gebraucht. Von einem Umstand erhofft sich die Stadt dauerhaft Entspannung.

Ab dem vollendeten dritten Lebensjahr haben Kinder einen Anspruch darauf, in die Kita gehen zu können.

 

„Zum Ü3-Bereich kann man sagen, dass wir in den letzten Jahren voll ausgelastet waren in den Einrichtungen“, erklärte Hauptamtsleiter Thomas Bräuning in der Altensteiger Gemeinderatssitzung.

Für die Gesamtstadt stehen im aktuellen Kindergartenjahr 2025/2026 489 Plätze zur Verfügung. Zum 1. August werden es aber voraussichtlich 492 Kinder sein, die in den Kindergarten gehen dürfen.

In Berneck gibt es 25 Plätze – für 25 Kinder. Foto: Jansen

In der Kernstadt und Altensteigdorf zusammen gibt es 238 Kinder auf 245 Plätze. In Berneck und Hornberg gibt es zum 1. August 25 Kinder – und genau 25 Plätze. Spielberg ist mit 69 Kindern auf 70 Plätze ebenfalls gut belegt. In Überberg sind 34 Kinder für 37 Plätze zu erwarten. Wart hat ebenfalls 37 Plätze, dort sind es zum 1. August voraussichtlich 33 Kinder. Ein Jahr später werden es dort allerdings voraussichtlich 36 sein.

Walddorf arbeitet mitzusätzlichem Modul

In Walddorf wird mit einem zusätzlichen Modul gearbeitet. Das zu ändern, sei leider auch eine Frage der Finanzierbarkeit, fürs erste würden aber die nötigen Plätze – zum 1. August insgesamt 95 für 93 Kinder – geboten. Ohne das Modul wären es nur 75 Plätze. Hier ist Entspannung zu erwarten. Zum 1. August 2027 werden es voraussichtlich nur noch 83 Kinder sein – allerdings damit auch noch zu viele, gäbe es das Modul nicht.

Die Stadt erhoffe sich für die kommenden Jahre etwas Entspannung und bessere Rahmenbedingungen. Denn die Geburtenzahlen sinken und damit gibt es weniger Kinder. „Das klingt jetzt blöd, aber in diesem Fall ist der Rückgang der Geburtenzahlen tatsächlich eine Entspannung“, meinte Bürgermeister Oliver Valha. Das zeigt sich auch in den Zahlen.

Im kommenden Kindergartenjahr wird es wohl „nur“ noch 476 Kinder im fraglichen Alter geben. Nichtsdestotrotz: Die Stadt habe ihre Hausaufgaben gemacht und könne alle Anfragen bedienen, die nach Kitaplätzen eingingen.

In den vergangenen Jahren war auch die Ausarbeitung von Schutzkonzepten ein großes Thema, auch die Familienzentrumsarbeit soll intensiviert werden. In diesen können Betreuungs- und Beratungsangebote geschaffen werden.

Der Waldkindergarten Altensteigdorf Foto: Jansen

Stadt plant auch Erweiterungen

Auch für die Zukunft soll es zu weiteren Ausbauten kommen. Die könnten allerdings angesichts der Finanzlage – im Jahr 2026 eher düster mit einem geplanten Minus von 180 000 Euro – in die weitere Zukunft rücken. Geplant ist beispielsweise eine Erweiterung der Kita Walddorf und eine altersgemischte Gruppe in der Kita Überberg sowie eine Erweiterung des Waldkindergartens. Allerdings ist das wohl erst in frühestens drei Jahren zu erwarten.

Bertram Schuler betonte, „wie gut die Betreuung in Altensteig ist, was es auch attraktiv für junge Familien macht, hierher zu ziehen“. Der Beschluss für den Kindergartenbedarfsplan für das Jahr 2026/2027 fiel einstimmig.