Traditionell gibt es am 1. Mai immer wieder Scherze zu bestaunen. Im Wildberger Teilort Sulz am Eck geht es mehr als nur um einen Maischerz. Die Bürger äußern mit selbst gebauten Windrädern und entsprechenden Plakaten ihren Unmut über die aktuelle Diskussion im gesamten Nordschwarzwald zu möglichen Windkraftanlagen.
Bereits vor sechs Jahren haben Sulzer am 1. Mai für größeres Aufsehen gesorgt, als plötzlich neun realistisch aussehende Blitzer entlang der Ortsdurchfahrten aufgestellt wurden. Damals galt der Protest der hohen Verkehrsbelastung, den vielen Rasern und dem schlechten Zustand der Straße Richtung Kuppingen.
Seitdem hat sich einiges getan. Doch neue Entwicklungen rund um den Zustand der Hauptstraße oder die aktuelle Diskussion im gesamten Nordschwarzwald bezüglich möglicher Windkraftanlagen schlagen wieder Wellen durch den Wildberger Teilort.
Entsprechend ernst wurde die Feiertagstradition der Maienstreiche auch in diesem Jahr von einigen Sulzern genommen. Nur sind es dieses Mal keine Blitzersäulen, die in die Höhe schossen, sondern zwei Windräder an den Ortsausgängen.
Belastung werden immer stärker
Erst in der vergangenen Woche gab der Gemeinderat Wildberg seine Stellungnahme zu den als geeignet ausgewiesenen Flächen des Regionalverbands Nordschwarzwald ab – nicht ohne Bedenken. Denn die ausgewiesene Fläche im Sulzer Tal Richtung Jettingen gefällt vielen Bürgern so gar nicht.
„Schotterwerk – Sprudelfabrik – Schuon“, steht auf dem Plakat, das an den Windrädern festgemacht wurde. „ES REICHT!“ Man merkt: Die Sulzer haben genug. Bereits im Gemeinderat kam die starke Belastung des Wildberger Teilorts immer wieder auf. Entsprechend schlagen die Maistreich-Verantwortlichen vor, die Windkraftanlagen in einem der anderen drei Teilorte oder in der Kernstadt selbst zu bauen.