Emil Stehle pflegt das Areal rund um das geschichtsträchtige alte Wegekreuz. Foto: Bantle

Voller Hingabe kümmert sich Emil Stehle um ein geschichtsträchtiges Feldkreuz beim Birkwald, das direkt an der Kreisstraße nach Weiler liegt.

Niedereschach-Fischbach - Eine Aufgabe, die ihm einst von seiner 1990 verstorbenen Mutter Rosalia Stehle übertragen wurde und die er ihm Gedenken an seine Mutter seither wahrnimmt. Lange Zeit wusste er überhaupt nicht, wer das alte Feldkreuz einst aufgestellt hat.

Nun konnte diese Frage auch geklärt werden. So hat die Fischbacherin Barbara Hug von einem Ahnenforscher aus ihrer Familie erfahren, dass das Feldkreuz irgendwann Anfang 1900 von zwei Schwestern ihres Urgroßvaters, Gerhard Rist, errichtet wurde.

Die beiden ledigen Schwestern, Barbara und Katharina Rist, wanderten 1853 im Zuge einer vom Staat damals recht massiv betriebenen und sogar finanziell unterstützten Auswanderungswelle nach England aus und kehrten erst Anfang 1900 wohlhabend wieder in ihre Fischbacher Heimat zurück.

Aus Dankbarkeit, dass es ihnen im Ausland so gut ergangen ist und sie nach vielen Jahren wieder gesund und wohlhabend in ihre Heimat zurückkehren konnten, errichteten sie auf der Gemarkung Fischbach mindestens zwei Feldkreuze. Eines davon ist das nun von Emil Stehle betreute und gepflegte Wegekreuz beim Birkwald. Das zweite Feldkreuz im "Gründle" hingegen existiert nicht mehr.

Im Zuge einer 1991 vom Landesdenkmalamt bezuschussten Restauration nahezu aller Feld- und Wegekreuze in der Gesamtgemeinde wurde auch das Wegekreuz am Birkwald wieder auf Vordermann gebracht. Schon damals hat sich Emil Stehle an den Kosten beteiligt. Längst ist ihm das Wegekreuz so ans Herz gewachsen, dass er seither im Laufe der Jahre immer wieder kleinere Schutz- und Restaurationsmaßnahmen hat erledigen lassen.

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