Bei der Großübung im Bad Wildbader Meisterntunnel mussten die Einsatzkräfte ein herausforderndes Szenario „abarbeiten“. Foto: Thomas Fritsch

Mega-Übung im Bad Wildbader Meisterntunnel: Viele Helfer von Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Organisationen mussten ein herausforderndes Szenario „abarbeiten“. Und das hatte es in sich.

Am vergangenen Wochenende probten 192 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen aus dem Landkreis Calw im Meisterntunnel bei Bad Wildbad den Ernstfall. „Im Rahmen einer großangelegten Übung wurde von Freitagabend bis in die frühen Morgenstunden des Samstags ein herausforderndes Szenario abgearbeitet“, heißt es in einer Mitteilung des Calwer Landratsamtes. Ziel sei es gewesen, die Zusammenarbeit und Abläufe für Einsätze mit einer großen Zahl an Verletzten zu trainieren.

 

Schwerer Verkehrsunfall als Übungsszenario

Als Übungsszenario wurde ein schwerer Unfall im Tunnel angenommen und simuliert. Ein Kleinbus mit 17 Insassen blieb wegen eines Motorschadens mit Rauchentwicklung auf einer Nothaltebucht im Tunnel liegen. Ein nachfolgender Lastwagen, beladen mit Gasflaschen, musste eine Vollbremsung einleiten. Ein Kleintransporter mit Gefahrgutkennzeichnung prallte daraufhin auf das Heck des Lastwagens. Im weiteren Verlauf entzündete sich eines der Fahrzeuge, das Feuer griff auf den Lastwagen über. Die Kollision führte zu mehreren Verletzten, darunter zwei eingeklemmte Personen im Kleintransporter. Eine dieser Personen wurde durch eine sogenannte „Simbodie“-Übungspuppe dargestellt, die realistische Verletzungsmuster simulierte und realitätsnah in den Schockraum des Klinikums Calw transportiert wurde.

Positive Bilanz nach anspruchsvoller Nacht

Kreisbrandmeister Dirk Patzelt und Stellvertreter André Weiss zogen ein durchweg positives Fazit. „Diese Übung hat gezeigt, wie wichtig und wertvoll solche Szenarien für unsere Einsatzkräfte sind, um Abläufe zu optimieren und das Zusammenspiel der Organisationen weiter zu stärken.“, betonte Kreisbrandmeister Patzelt. Sein Stellvertreter Weiss ergänzte: „Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren Hilfsorganisationen hat sehr gut funktioniert. Die Großübung ist ein wichtiger Schritt, um im Ernstfall bestmöglich vorbereitet zu sein.“