Der Busfahrer muss sich laut Polizei wegen Straßenverkehrsgefährdung verantworten. (Symbolbild) Foto: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

Wegen gesundheitlicher Probleme gerät ein 74-jähriger Mann mit einem Reisebus immer wieder auf die Gegenspur. Als die Polizei ihn kontrolliert, zeigte er sich gegenüber den Beamten uneinsichtig.

Ein 74-jähriger Mann ist im Raum Kirchdorf an der Iller in Oberschwaben mit einem Reisebus immer wieder auf die Gegenspur gekommen und hat dadurch mehrere gefährliche Situationen provoziert. Ursächlich dafür seien gesundheitliche Probleme gewesen, teilte die Polizei am Samstag mit. Mehrere Autos mussten demnach am Freitag auf Grünstreifen und Gehwege ausweichen, um eine Kollision mit dem bis auf den Fahrer leeren Reisebus aus dem saarländischen Saarlouis zu verhindern. Außerdem sei der Mann, dessen Fahrerlaubnis für die Fahrgastbeförderung bereits im Jahr 2023 abgelaufen war, über eine Verkehrsinsel gefahren. 

Busfahrer verweigert medizinische Versorgung

Auf einem Firmengelände kontrollierte die Polizei den 74-Jährigen. Nach den Angaben der Beamten ließ sich sofort ein medizinischer Notfall feststellen, der Rettungsdienst wurde dazu geholt. Doch der Fahrer habe trotz gesundheitlicher Probleme die Behandlung verweigert und sich den Beamten gegenüber uneinsichtig gezeigt. Um eine Weiterfahrt zu verhindern, behielt die Polizei den eigenen Angaben nach Fahrzeugschlüssel und Papiere ein. In Absprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der Führerschein des Mannes beschlagnahmt. 

Der Busfahrer müsse sich nun etwa wegen Straßenverkehrsgefährdung verantworten. Zudem habe er eine Anzeige erhalten, weil seine Fahrerlaubnis für die Fahrgastbeförderung  abgelaufen war.