Der Grundstein für den Neubau des Klinikums 2 des Universitätsspitals Basel ist gelegt worden.
Seit dem Spatenstich im Januar 2024 wurden 120 000 Kubikmeter Erde ausgehoben, 500 Anker gesetzt und 200 Bohrpfähle bis zu 36 Meter tief verankert. Nun wächst das Generationenprojekt Campus Gesundheit in die Höhe – während parallel der Krankenhausbetrieb täglich mit rund 3 800 Patientenkontakten und bis zu 700 belegten Betten im Hochbetrieb weitergeführt wird, wie die Klinikverantwortlichen mitteilen
Die Grundsteinlegung für das neue Klinikum 2 sei ein bedeutenden Meilenstein im Generationenprojekt Campus Gesundheit. Der Neubau soll das bestehende Klinikum 2 aus den 70-er Jahren ersetzen, wie es weiter heißt.
Ein Krankenhaus gelte für die Bevölkerung als kritische Infrastruktur mit entsprechend hohen Sicherheits- und Betriebsvorschriften, so das USB. Die Dimensionen des Bauvorhabens reflektierten das: Der Aushub von 120 000 Kubikmeter Erde aus der Baugrube würde zum Beispiel das Spielfeld im St. Jakob-Park bis fast unter die Stadiondächer auffüllen. Für diese große Baugrube wurde unter anderem eines der größten Bohrgeräte der Schweiz eingesetzt, das nach Abschluss des Tiefbaus in zwei Teile zerlegt werden musste, damit es von einem 450-Tonnen- Mobilkran herausgehoben werden konnte. Diese technische Meisterleistung sichere die Stabilität des künftigen Bettenturms und bilde das solide Fundament für die medizinische Versorgung der nächsten Jahrzehnte, heißt es weiter.
Betrieb nicht unterbrochen
Der Klinikbetrieb läuft ununterbrochen – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr. Täglich zählt das USB eigenen Angaben zufolge rund 3800 ambulante Kontakte und im Hochbetrieb sind bis zu 700 Betten stationär belegt. Zahlreiche Operationen und Geburten gehören zur Tagesroutine. Während der gesamten Bauphase wird dieser Versorgungsauftrag ohne Unterbrechungen erfüllt. Der Erfolgsfaktor sei das ideale Zusammenspiel zwischen dem Krankenhausbetrieb, den Bauteams auf der Baustelle sowie den Projektteams. „Just-in-time“-Maxime für Transporte und die enge Abstimmung mit dem laufenden Betrieb würden für einen möglichst reibungslosen Ablauf sorgen, damit sich die Patienten sowie die Mitarbeiter weiterhin auf Behandlung, Forschung und Arbeitsqualität verlassen können.
Mit der Grundsteinlegung werde ein wichtiger Meilenstein erreicht: Er markiert laut USB den Übergang vom Tiefbau zum deutlich sichtbaren Wachstum des neuen Bettenturms.
Für Spitzenmedizin
Die Arealentwicklung Campus Gesundheit sei ein Generationenprojekt, das heute für die zukünftige Grundversorgung und für die Spitzenmedizin über die Region hinaus realisiert wird. Es sichere der Nordwestschweiz die universitäre medizinische Versorgung auf höchstem Niveau, schreibt das USB abschließend.
Ursprünglich war auch ein neues Klinikum 3 im Westen des Spitalareals geplant gewesen. Im Februar 2025 hatte das USB angekündigt, dieses zunächst ohne einen vorgesehenen Turm bauen zu wollen. Schließlich verzichtete das Unispital im Zusammenhang mit der Übernahme des Claraspitals komplett auf den Neubau eines dritten Klinikums.