Die Schließung der Notfallpraxis in der Müllheimer Helios Klinik steht in einem guten Monat an. Bürgermeister Martin Löffler hatte aber auch gute Nachrichten.
Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg wird am Dienstag, 18. November, 18.30 Uhr, im Bürgerhaus Müllheim über die Gesundheitsversorgung und die Auflösung der Notfallpraxis berichten.
Die Informationsveranstaltung hat allerdings einen Schönheitsfehler: Bürgermeister Martin Löffler berichtete in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erneut darüber, dass die Entscheidung zur Auflösung der Notfallpraxis zum 30. November längst von der Kassenärztlichen Vereinigung beschlossen sei.
Damit endet aber die Versorgungspflicht der niedergelassenen Hausärzte nicht: Sie sind laut Löffler nach dem gelten Versorgungsgesetz weiterhin verpflichtet, einen hausärztlichen Notdienst aufrecht zu erhalten, der wie bisher unter der Servicenummer 116117 erreichbar sein wird.
MRT soll kommen
Aus Sicht des Bürgermeisters werde der Wegfall neben dem hausärztlichen Notdienst auch durch neue Angebote an der Helios Klinik kompensiert. Dabei verwies Bürgermeister Löffler auf neue Dienstleistungen und fachärztliche Disziplinen, die an dem Müllheimer Krankenhaus angegliedert werden, zum Teil auch als Folge der Schließung der Breisacher Helios Klinik.
So soll nach den Informationen des Bürgermeisters ein Kernspintomograf, kurz MRT, nach Müllheim kommen. Das Medizinische Versorgungszentrum Müllheim, das bisher mit zwei Arztsitzen ausgestattet ist, soll auf den Campus der Helios Klinik umziehen und auf vier Arztsitze erweitert werden. Mit der Schließung der Breisacher Klinik sollen auch zahlreiche Mitarbeiter der Pflege und der medizinischen Disziplinen nach Müllheim wechseln.
Notaufnahme optimieren
Deshalb lautet das Fazit Löfflers: „Für uns sind das richtig gute Nachrichten.“ Die Bettenauslastung in der Müllheimer Klinik werde sich verbessern und damit den Fortbestand der Klinik nachhaltig sichern.
Er verspricht sich mit den künftigen Strukturen auch eine deutlich optimierte Notaufnahme in der Klinik, die den Wegfall der Notfallpraxis mitkompensieren könne.