Der Stadtteilbeirat Kernstadt befasste sich mit den Planungen für das neue Gesundheitszentrum.
Wie geht es mit den Planungen für das Gesundheitszentrum an der Römerstraße weiter, und wie steht es um die Akquise potenzieller Ärzte und anderer Gesundheitsdienstleister für das geplante Zentrum? Mit dieser Frage beschäftigte sich am Dienstag der Stadtteilbeirat Kernstadt in der öffentlichen Sitzung mit Oberbürgermeister Klaus Eberhardt.
Er ging noch einmal auf die Gründe ein, weshalb im ehemaligen Krankenhaus in Rheinfelden kein Gesundheitszentrum etabliert werden könne und erklärte, dass für das Gesundheitszentrum an der Römerstraße die Städtische Wohnbau als Projektträger fungiere. Gleichzeitig sagte der OB, dass man hinsichtlich der Akquise möglicher Ärzte und Gesundheitsdienstleister für das geplante Gesundheitszentrum im Gespräch sei.
Auch das Jobcenter soll einziehen
Erstmals teilte der Oberbürgermeister mit, dass im Gebäude für das Gesundheitszentrum auch das Jobcenter mit einer Zweigstelle einziehen soll. Das Thema Gesundheit könne man nicht nur unter dem Gesichtspunkt medizinischer Versorgung betrachten, und er machte deutlich, dass künftig nicht ausschließlich Gesundheitsdienstleister oder entsprechende Ärzte im neuen Gesundheitszentrum untergebracht sein könnten. Auch bereits bestehende Arztpraxen sollen ihm zufolge in das geplante Zentrum einziehen.
Eberhardt sprach sich in diesem Zusammenhang auch für eine Umsiedlung städtischer Ärzte ins neue Gesundheitszentrum aus, wenn dadurch weitere Arztstellen geschaffen werden könnten.
Diese Aussage nahm Beiratsmitglied Pascale Meier zum Anlass, davor zu warnen, dass das neue Zentrum Ärzte aus der Innenstadt aufnehmen könnte und diese dann dort fehlten. Es müsse vielmehr darum gehen, neue Ärzte – etwa Hautärzte oder andere Fachärzte – für das Zentrum zu gewinnen. Damit dies gelingen könne, müsse sich die Stadt auch um attraktive Wohngelegenheiten, Kitaplätze und vieles mehr kümmern. Auf diese Weise soll sich eine Magnetwirkung für potenzielle Ärzte entwickeln, so Meier.
Neubauten können Ärzte anziehen
Eberhardt stellte fest, dass gerade neue Baulichkeiten oftmals den Ausschlag für die Ansiedlung neuer Ärzte gäben.
Im Hinblick auf das geplante Gesundheitszentrum sagte er, es gebe mithin eine gute Interessenslage. Dass diese auch für eine bereits bestehende Arztpraxis in der Stadt gelten könnte, ließ er ebenfalls durchblicken, entsprechende Personalien nannte Eberhardt jedoch nicht. Der OB teilte lediglich mit, dass Mitte des kommenden Jahres eine EU-weite Ausschreibung für den Bau des Gesundheitszentrums an der Römerstraße stattfinden soll.