Reporter Marc Eich zeigt Villinger Schülern, wie Lokaljournalismus funktioniert – von Nachrichtenaufbau bis zur Arbeit mit Polizei und das Erkennen von Fake News.
Eine ganz besondere Unterrichtsstunde erlebte die Klasse 9a des Gymnasiums am Hoptbühl am gestrigen Mittwochvormittag. Im Rahmen des Zeitungsprojekts „ZiSch“ des Schwarzwälder Boten war der Journalist Marc Eich zu Besuch und gab spannende Einblicke in seinen Berufsalltag.
So erfuhren die Schüler zum Beispiel, wie Texte aufgebaut werden, um das Leserinteresse zu wecken. Die Redaktionen im Schwarzwald-Baar-Kreis zählen insgesamt über 20 Mitarbeiter, die für die tägliche Berichterstattung zuständig sind. Auch auf Social Media ist der „SchwaBo“ präsent, unter anderem mit einem eigenen TikTok-Kanal, den insgesamt 66 000 Menschen abonniert haben.
Gleich zu Beginn der Stunde wurden die Schüler für die Bedeutung der Herkunft einer Nachricht und deren Quellen sensibilisiert, indem ihnen zwei unterschiedliche Videos eines vor einigen Monaten geschehenen Familiendramas in Villingen gezeigt wurden. Schnell wurde klar, dass nur ein Video die tatsächlichen Umstände der Tat thematisierte, während das andere lediglich Fake News verbreitete. Die Journalisten arbeiten häufig eng mit der Polizei zusammen, um die Öffentlichkeit über Einsätze und Taten zu informieren.
Die Klasse 9a erkannte am Ende dieser Stunde zweifelsohne, dass die Lokalzeitung für die Region äußerst wichtige Aufgaben erfüllt und im Sinne des Grundgesetzes regelmäßig als Kontrollinstanz der Behörden fungiert. Es könnte gut sein, dass sich nach diesen spannenden Einblicken einige Schüler dazu entscheiden, mittels eines Praktikums den Beruf des Journalisten noch besser kennenzulernen.