Ein Projekt stärkt Kinder und Eltern im Umgang mit digitalen Medien.
Mit einem besonderen Auftakt ist das neue medienbildende Programm des Jugendreferats der Stadt Horb gestartet. Unter dem Titel „Medienheldin und Medienheld – wir haben’s gecheckt!“ wurden Eltern und Kinder der Klassenstufe 3 für einen bewussten und sicheren Umgang mit digitalen Medien sensibilisiert. In der Hohenberghalle fand der offizielle Start des Projekts mit einem medienbildenden Elternabend statt. Im Mittelpunkt stand die interaktive Theateraufführung „@Ed und Ich“ mit dem Theaterteam „MachWas“, das auf kindgerechte und zugleich berührende Weise die Geschichte der jungen Leonie erzählte – ein Mädchen, das von ihrer Oma ein Tablet geschenkt bekommt und dabei die Chancen und Gefahren der digitalen Welt entdeckt.
Die Zuschauer erlebten eine lebendige Inszenierung, die viele Eltern zum Nachdenken anregte. Im Anschluss bot sich die Gelegenheit, mit den Schauspielern ins Gespräch zu kommen.
Vom Jugendreferat entwickelt
Darauffolgend wurde das Stück dann auch in zwei Theateraufführungen für die Schüler der dritten Klassen aller Horber Grundschulen aufgeführt. Damit fiel der Startschuss für die eigentliche Modulreihe des Projekts, die in den kommenden Wochen durch die Schulsozialarbeiterinnen an den Grundschulen in den Klassenräten umgesetzt wird.
Das Programm wurde vom Jugendreferat Horb entwickelt – in enger Zusammenarbeit mit den Kolleginnen der Schulsozialarbeit sowie den beiden Mitarbeitenden der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, die eine Weiterbildung zum Medienpädagogen absolviert haben.
Module flexibel nutzbar
Gemeinsam wurde ein praxisnahes Konzept erstellt, das flexibel einsetzbar ist. Die Module bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln umgesetzt werden – je nach Bedarf, zeitlicher Kapazität und Wissensstand der Kinder. Inhaltlich drehte sich alles um Themen wie sicheres Verhalten im Internet, Rechte am eigenen Bild, Social Media, Gaming sowie Chancen und Risiken digitaler Kommunikation. Ziel ist es, Kinder Schritt für Schritt zu stärken und ihnen die Fähigkeiten zu vermitteln, sich selbstbewusst und sicher in der digitalen Welt zu bewegen. „Wir möchten, dass Kinder wissen, wie sie mit Medien verantwortungsvoll umgehen können – und dass Eltern sich als kompetente Begleitende fühlen“, erklärte das Jugendreferat Horb im Rückblick.
Für die Kinder der umliegenden Schulen wurde ein kostenloser Bustransfer organisiert, damit alle teilnehmen konnten. Das Programm konnte auch mit Fördergeldern des Vereins Jugendfond finanziert werden.