Das Gebäude an der Bahnhofstraße 22 ist am Mittwoch dieser Woche abgerissen worden. Foto: Wahl

Der Abriss des Maute-Areals befindet sich in den letzten Zügen. Unverhofft wurde dabei ein 50 Meter tiefer Brunnen entdeckt. Auch Ergebnisse der Geothermie-Bohrungen liegt vor. Das ist der aktuelle Stand.

Wie schon von der Bahnhofstraße unschwer zu erkennen ist, geht es mit großen Schritten voran auf dem Maute-Areal: Die letzten Keller sind raus, berichtete Bauamtsleiter Holger Maier dem Gemeinderat. Einer der Keller mit „sehr massivem Betonfundamenten“ und mächtiger Wanddicke befand sich demnach direkt vor dem Kesselhaus. Dort muss einst Kohle gelagert worden sein. An dieser Stelle klafft aktuell noch ein großes Loch in der Erde, das man je nach Standort auch vom Rand der Baustelle erkennen kann.

 

50 Meter tiefer Brunnen entdeckt

Dass der Abriss voller Überraschungen steckt, zeigte sich einmal mehr an der Bahnhofstraße: Dort wurde, so erzählte Maier, ein alter, 50 Meter tiefer Brunnen entdeckt, der inzwischen jedoch verfüllt und verschlossen ist. Die Arbeiten gehen mit dem Abbruch des Gebäudes an der Bahnhofstraße am Mittwoch dieser Woche weiter.

Gegen 10 Uhr war das Gebäude platt

Einst gehörte es zur Textilfabrik Maute, Später betrieben Adam und Eva Haaf dort einen Geschäft, es war quasi der Beginn des heutigen Getränkehandels Haaf. Danach wurde es von verschiedenen Mietern genutzt, von den meisten als Lager. Nachdem die Dachplatten abgetragen waren, rückte der Bagger an, und bereits gegen 10 Uhr war das Gebäude Geschichte – übrigens ebenso wie das bereits abgerissene Haus an der Schillerstraße. Die Abrissarbeiten erreichen deshalb die Zielgerade und sollen spätestens im Mai abgeschlossen sein.

Drittes Vergabeverfahren läuft bis 2. September

Während der Abbruch in den letzten Zügen steckt, können sich weitere Investoren seit Mitte März für das dritte Vergabeverfahren auf die künftigen Grundstücke bewerben. Möglich ist eine Bewerbung noch bis Montag, 2. September. Ihren Hut dafür können Baugenossenschaften, Bauträger, private Investorengruppen, Baugemeinschaften und Einzelpersonen in den Ring werfen. Das letzte Wort bei der Vergabe hat der Gemeinderat.

Bewerber müssen in ihrer Konzeptidee beschreiben, welchen Mehrwert das künftige Gebäude für das Maute-Areal erwartet wird.

Bohrungen für Geothermie: Ergebnisse liegen vor

Weitere Erkenntnisse liegen im Hinblick auf die Geothermie-Bohrungen vom Dezember 2023 im Nordosten des Areals vor. Bei der Probebohrung wurde eine Erdwärmesonde bis zu einer Tiefe von 135 Metern eingebracht. Ergebnis: Die Planung der Energieversorgung mit Geothermie kann weiter vorangetrieben werden.

Vergabeverfahren

Kontakt
Die Betreuung des Vergabeverfahrens erfolgt durch die Stadtentwicklung aus Stuttgart (STEG); Kontakt Projektleiterin: Anna Heizmann, die per E-Mail unter anna.heizmann@steg.de oder per Telefon unter 0711 / 21 06 82 33 erreichbar.