Der Abriss auf dem Maute-Areal schreitet voran. Foto: Kauffmann

Erneut wird der Abriss des Maute-Areals teurer. Doch das Ende der Arbeiten kommt in Sicht: Sie sollen bis Mitte Juli 2024 abgeschlossen sein.

Der Gemeinderat hat den Mehrkosten im Umfang von 427 000 Euro für den Rückbau des Maute-Areals zugestimmt. Zur Wahrheit gehört bei diesem Thema natürlich auch, dass dem Gremium ja gar nichts anderes übrig bleibt. Schließlich will niemand, dass der Abriss nur so halb gemacht wird und Schadstoffe im Boden zurückbleiben.

 

Warum waren die Voruntersuchungen so erkenntnisarm

Karel Deh merkte bei der Diskussion an, dass es im Vorfeld doch umfangreiche Untersuchungen gegeben habe. Diese sollten feststellen, ob und wie viele Schadstoffe im Boden sind. Er erinnert dabei auch an die Probebohrungen.

Bauamtsleiter Holger Maier antwortete, dass während des Abrisses Bereiche gefunden worden seien, die vor Jahrzehnten mit Bauschutt aufgefüllt wurden. Wenn man all das vorab hätte wissen wollen, hätte man alle paar Meter eine Probebohrung machen müssen – was sinnfälligerweise auch wieder unpraktisch gewesen wäre. Maier: „Es ist wild gebaut worden damals.“

Bis Mitte Juli 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein

Gisela Birr, die in direkter Nachbarschaft zum Maute-Areal wohnt, fragte nach wie es weitergeht mit dem Abriss, denn die vergangenen zwei Wochen sei „nichts passiert“. Maier antwortete, dass noch fünf Haufwerke aufgeladen und weggefahren werden müssten. Auch die Baugruben müssen noch verfüllt werden. Bis Mitte Juli 2024 sollen die Abrissarbeiten fertiggestellt sein.

Entenhausen übernimmt das Maute-Areal

Derweil waren es die Regenfälle der vergangenen Wochen, die die Baugruben mit Wasser füllten. Während der Sitzung wurde in diesem Zusammenhang noch ironisch über Badeseen gescherzt. Gisela Birr meldet sich im Nachgang dazu: „Entenhausen hat währenddessen gehandelt und den See für sich beansprucht.“ Einen Fotobeweis legt sie vor. Das Bild soll während der Gemeinderatssitzung, um 20.49 Uhr, entstanden sein.