Nicht nur im Wald stehen viele Bäume, sondern auch im Gemeindegebiet von Maulburg – teilweise an ungewöhnlichen Orten. Hier hat beispielsweise ein Bürger einen Baum in sein ausrangiertes Auto gepflanzt. Foto: Christoph Schennen

Die Aufgabe der Forstarbeiter in Maulburg ist es nicht nur, Bäume zu fällen, sondern auch Eisenpfosten vom ehemaligen Munitionslager auf dem Scheinberg zu entsorgen.

Der Gemeinderat hat dem Forstwirtschaftsplan für 2026 einstimmig zugestimmt. Der Maulburger Gemeindewald hat laut Förster Lars Neubauer eine Holzbodenfläche von 328,3 Hektar (ha). 2026 sollen 2200 Festmeter (fm) Holz geschlagen werden. Dadurch erzielt der Forstbetrieb einen Erlös von 177 000 Euro.

 

Wenn man davon die Kosten in Höhe von 94 000 Euro abzieht, kommt man auf den Überschuss, den man für 2026 erwartet: 83 000 Euro. Auf 0,8 ha soll Kultursicherung betrieben werden, auf 6,9 ha Jungbestandspflege. Im kommenden Jahr sollen insgesamt 11 500 Euro in die Jungbestände investiert werden.

In diesem Jahr sollen 2000 fm geschlagen werden, davon haben die Forstarbeiter 1750 fm geschafft. Geplant wurde mit einem Betriebsergebnis von 27 000 Euro, erreicht wird voraussichtlich ein Ergebnis von 40 000 Euro.

Zaunreste und Eisenpfosten wurden entsorgt

Eine Aufgabe des Forstes und des Bauhofers war es in diesem Jahr auch, die Zaunreste und Eisenpfosten des Munitionslagers Scheinberg zu entfernen. Aus der Kirchhalde wurden im Lauf des Jahres mit einer Forstraupe Schrebergartenreste, Platten, Metallwannen und Plastikfolien geborgen. Die Volksbank Dreiländereck hat in diesem Jahr 800 Douglasien und 200 Laubgehölze gespendet.

Natur- und Artenschutz als wichtiges Thema

Ziel der Forstwirtschaft ist es laut Neubauer, eine klimastabile Baumartenzusammensetzung herzustellen und die Qualität und die Vitalität in der nächsten Waldgeneration sicherzustellen.

Für die Wegeunterhaltung stehen im kommenden Jahr 3100 Euro zur Verfügung, für die Erholungsvorsorge 6800 Euro. Die Waldwege sollen gepflegt und der Natur- und Artenschutz vorangetrieben werden.

Der Forst zahlt 2026 Holzverkaufsgebühren in Höhe von etwa 8535 Euro an die Forstbetriebsgemeinschaft, die das Holz für sie vermarktet, und hat Verwaltungskosten in Höhe von 32 100 Euro. Geschlagen werden sollen Bäume im Gebiet der „Alsbachhalde“ und auf den ehemaligen „Lothar“-Flächen auf dem Scheinberg. „Lothar“ war ein Orkantief, das Ende 1999 über West- und Mitteleuropa hinwegzog.

Neubauer bedankte sich für die anregende Tour über den Scheinberg vor einigen Wochen, bei denen die Förster mit den Bürgern in Kontakt kamen. Bürgermeisterin Jessica Lang kündigte an, dass es solche Touren noch mal geben werde – vielleicht alle zwei Jahre.

Wuchshüllen aus Wald geschafft

Neubauer wies auch auf das Engagement einer Klasse der Waldorfschule in Schopfheim hin. Sie habe Hunderte von Wuchshüllen aus dem Wald geschafft. Sie werden an die Firma Vogt Plastik (Rheinfelden) gegeben, wo sie recycelt und in den Kreislauf zurückgeführt werden.

Christof Schwald (FW) sagte, 2026 sei ein unspektakuläres Waldjahr gewesen. Es gab keine Sturmschäden, keinen Erdrutsch auf dem Scheinberg und keine Schädlingsplage. Früher sei es das Ziel gewiesen, eine schwarze Null zu erwirtschaften, nun habe man ein Plus von 30 000 bis 40 000 Euro. Die Zusammenarbeit von Jägern, den Forstleuten, der Verwaltung und dem Geschichts- und Kulturverein Maulburg sei hervorragend.