Jürgen Walliser hat an der Wiesentalschule Maulburg über den Polizeiberuf informiert. Foto: Gudrun Gehr

Beim Berufsinfotag an der Wiesentalschule in Maulburg haben Unternehmen und Behörden ihre Ausbildungsmöglichkeiten präsentiert. Erstmals war ein Influencer dabei.

Für die achten und neunten Klassen des Haupt- und Realschulzuges der Wiesentalschule Maulburg war kürzlich der traditionelle Berufsinformationstag angesagt. Das Angebot richtete sich zudem an die Realschulklasse 10 und die integrativen Klassen. Ebenfalls waren Jugendliche der siebten Klasse eingeladen, die ebenfalls bereits einen ersten interessierten Blick in die Berufswelt richten wollten. Natürlich waren auch die Eltern eingeladen.

 

Insgesamt zwölf Betriebe hatten sich bereit erklärt, vor Ort über ihre Arbeit und Karrieremöglichkeiten zu berichten. Organisiert hatten den Orientierungstag die Lehrkräfte Niklas Rauch und Sarah Bächle als örtliche Beauftragte. Insgesamt 160 Schüler waren angesprochen, die sich über jeweils zwei Vorstellungsrunden von 45 Minuten für die Referate der Betriebe entscheiden konnten. Mehrere Berufsrichtungen befanden sich unter den Anbietern, die von Pflege über Handwerk bis zu Dienstleistern reichten.

Konrektor erfreut über Engagement der Firmen

Bei der Begrüßung zeigte sich Konrektor Daniel Haug erfreut über das Engagement der Firmen. Darunter befanden sich Computer-Anbieter, das St. Josefshaus Rheinfelden, die Kreiskliniken, die Volksbank, die örtlichen Firmen Busch und Endress+Hauser, der Systemanbieter Heinzmann aus Schönau oder auch Berufe in Uniform mit Polizei, Zoll oder Deutsche Bahn. Haug ermutigte die Schüler: „Stellt Fragen, seid mutig, knüpft erste Kontakte“. Der Info-Beauftragte der Wiesentalschule, Niklas Rauch sagte gegenüber unserer Zeitung: „Wir haben erstmals einen Influencer mit dabei, der seine Tätigkeit präsentiert.“

In der Beliebtheitsskala der Schüler, die sich zu den Vorträgen angemeldet hatten, rangierten die Firmen Endress+Hauser sowie Busch an erster Stelle, gefolgt von Influencer Alexander Petrovic. Auf großes Interesse stieß auch der Vortrag von Jürgen Walliser vom Polizeipräsidium Freiburg.

Auch die Betriebe Volksbank und Deutsche Bahn stießen auf reges Interesse der Jugendlichen. „Keine übergroße Nachfrage hat das St. Josefshaus Rheinfelden mit seinen Berufen im pflegerischen und erzieherischen Bereich. Tatsächlich melden sich dort Jugendliche, die sich schon überwiegend für diesen Berufsbereich entschieden haben“, sagte Rauch.

Berufstipps eines Influencers

Der 32-jährige Petrovic ist „Personal Coach“ und betreibt als Selbständiger in Steinen ein Fitnesszentrum. Er berichtete den Jugendlichen vom „Fluch und Segen“ von Social Media, von der Selbständigkeit eines Influencers oder auch von der Abhängigkeit zum Auftraggeber. Sein grundsolider Rat war: „Es ist schwierig, nur von Social Media zu leben, das ist lang nicht so cool, wie es sich anhört.“ Der Influencer täte gut daran, sich zuerst ein sicheres Standbein zu erschaffen. Er sagte: „Mit einer Ausbildung habt ihr einen guten Grundbaustein“. Er meinte: „Wenn ich in meiner Jugend gewusst hätte, wie wichtig Schule ist, hätte ich dort auch mehr gemacht.“ Auch sei umständehalber ein Praktikum bei ihm möglich.

Über den Einstieg und zur Karriere bei der Polizei informierte Jürgen Walliser. Die Landespolizei suche derzeit jährlich 1200 Auszubildende. Dabei zählten nicht nur Schulabschlüsse, sondern auch körperliche und mentale Fitness. Walliser stellte die Laufbahnen vor und sagte: „In diesem Beruf wird euch sicher nicht langweilig.“ Möglich seien Praktika, um sich vorab ein Bild zu machen. Sein Vortrag stieß auf lebhafte Nachfrage bei den Jugendlichen.

Langfristige Perspektiven nach der Ausbildung

Berufsberater Dominik Heinimann von der Deutschen Bahn hatte Bewerbungsmaterial für Praktika-Wünsche bei sich und informierte die Schüler in Kleingruppen, die ihm gebannt zuhörten.

Regional stehen für Schulabgänger rund 300 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Gesucht wird eine große Bandbreite von Bewerbern. Interessant sei, dass eine Übernahmegarantie nach der Ausbildung mit langfristiger Arbeitsplatzsicherheit besteht.