Vom Schwarzwald aus in die Tropen: Christian Rook hat erstmals einen Abenteuerroman für Jugendliche geschrieben. Im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt der Lahrer Autor, woher er die Inspiration für die Geschichte und die Figuren nahm.
Das Kinder- und Jugendbuch „Matthes und der Schatz in der Karibik“ könnte man kurz als eine Mischung aus Jim Knopf, Indiana Jones, „Die Schatzinsel“ beschreiben. Wie Jim Knopf erlebt Matthes, der Held der Geschichte, Abenteuer und reist zu verschiedenen Orten. Ähnlich wie Indiana Jones ist er Abenteurer und Schatzsucher. Ähnlich wie in „Die Schatzinsel“ handelt die Erzählung von der Suche nach einem vergrabenen Schatz.
Autor Christian Rook beschreibt in dem Kinderbuch eine aufregende Verfolgungsjagd und Schatzsuche vom Schwarzwald über Amsterdam, den Atlantik bis auf die karibische Insel Aruba. Ausgangspunkt der Abenteuer von Matthes ist der fiktive Schwarzwaldort „Kaltenbach“, doch auch reale Orte wie Ettenheim, Ettenheimmünster sowie das St- Landolinsfest spielen eine Rolle, erklärt Rook.
Der Lahrer mischt in dem Buch mehrere Erzählstränge und Geschichten: Die zwei Erzählstränge Matthes und Freunde sowie die H-Brüder werden von einer Geschichte ergänzt, in der der Ich-Erzähler und seine Kinder agieren und manchmal die Handlung kommentieren oder indirekt beeinflussen. Das Buch hat eine Art Gute-Nacht-Geschichten-Aufbau und ist durch seine Vielzahl an kurzen Kapiteln gut zum abendlichen Vorlesen geeignet.
Erzählungen der Kinder dienten als Inspiration
Zusammen mit seinen vier Kindern entwickelte der Auto „Matthes und der Schatz in der Karibik“, erzählt er. „Die Geschichten hangeln sich an dem entlang, was mir meine Kinder erzählt haben über den Tag erlebt zu haben“, so Rook. Das Buch beginnt mit „Stadtheld“ Matthes, der in ein spannendes Abenteuer verwickelt wird. Er sucht mit seiner sprechenden Lokomotive Emma, dem Bürgermeister Willi Hoffmann und der Journalistin Ingrid Wichtig nach einem berühmten Schatz. Dabei müssen die Vier gegen die gefährliche Bande der „H-Brüder“ aus Aruba kämpfen und viele Aufgaben und Rätsel bewältigen. Wer ist als erstes beim Schatz? Wo ist der Schatz? Ständig muss Matthes auf neue Tricks der „H-Brüder“ und überraschende Entwicklungen in der Geschichte reagieren.
Dabei beginnt jede Geschichte von Matthes gleich: Das Telefon klingelt, Bürgermeister Hoffmann ruft an. „Sie müssen schnell kommen. Es ist etwas Schreckliches passiert.“ „Ich finde die Idee charmant jemanden zu haben, der Probleme löst, und brauchte für Matthes einen Helden an dem ich mich orientieren konnte“, erklärt Rook schmunzelnd. In diesem Fall war das Schauspieler Henning Baum. Die beiden Charaktere ähneln sich nicht nur äußerlich.
Den verrückten Bürgermeister Willi Hoffmann sah Rook in Christoph Maria Herbsts „Stromberg“ verkörpert. „Hoffmann ist eine komödiantische Figur, keine reelle Person“, so Rook. Beim Charakter Ingrid Wichtig dachte der Autor an „Ingrid“ aus der „Indeed“-Werbung.
Auch die Antagonisten haben Vorbilder
Rook brauchte zudem mehrere Gegenspieler, diese entlehnte er den Daltons, aber auch dem Film „Sieben Zwerge“ mit Otto Waalkes. Ganz konkret ging es ihm bei seinen H-Brüdern (Hank, Henk, Hink, Hönk, Hunk) um die Vokale – er verfolge damit einen didaktischen Zweck. Zudem finden sich bei diesen „dumpen Typen“ Anleihen an die „three Stooges“ oder „Dick und Doof“.
Rook präsentiert Themen und historische Ereignisse wie Vulkanausbrüche auf Island, den Untergang der Titanic und Piraten in der Karibik auf eine Art und Weise, die sowohl für Kinder als auch Erwachsene unterhaltsam ist. „Das Buch hat einen Anhang, weil meine Kinder gerne ein Buch gehabt hätten, dass zum selber Lesen und zum Vorlesen geeignet ist und Erklärungen liefert“, erläutert Rook.
Liebenswürdiger Erzählstil mit Humor
Die Neuerscheinung überzeugt mit einem liebenswürdigen Erzählstil und der richtigen Dosis Humor. Aufgrund eines auslösenden Ereignisses wird eine Heldenreise zu einem Bestimmungsort unternommen, auf dem Weg dorthin ereignen sich immer wieder „Katastrophen“, die die Handlung vorantreiben. „Indiana Jones hat immer eine Schatzkarte und einen Gegenspieler, der ihm diese wegschnappen will. Er ist auf der Jagd nach einem Schatz. Sherlock Holmes als Detektiv will einen Fall lösen, den Mörder entlarven“, erklärt Rook. Für Kinder interessant seien die Ermittlungen und letztlich die Lösung des Falls. Diese Elemente treiben die Geschichte vorwärts.
Das Kinder-und Jugendbuch kostet als Taschenbuch 14,99 Euro und als E-Book 2,99 Euro.
Über den Autor
Christian Rook ist Musiker, Maler, Dichter und Autor. Er hat einen Master in Germanistik, Linguistik und Kulturanthropologie. Hauptberuflich arbeitet der Lahrer als Interim Manager. Prosa und Sachtexte hatte er bereits geschrieben, Kinderbücher waren für ihn etwas Neues. Ungefähr ein Jahr schrieb er an „Matthes“. Erst habe er nach Verlagen gesucht, dann publizierte er sein Werk selbst bei Tredition. Zudem wolle er mit seinen Kindern die Geschichte vertonen. Dabei hilft ihm, dass er ausgebildeter Hörbuch-Sprecher ist. Außerdem plant er das Werk ins Englische zu übersetzen.