Die Telekom beharrt zur Verbesserung des Mobilfunknetzes in der Ortsmitte auf den Standort unweit der Kastellhalle. Anlieger befürchten dadurch gesundheitliche Risiken. Foto: Wegner

Die Deutsche Telekom hält am Standort bei der Kastellhalle für die Aufstellung eines Mobilfunkmastes fest. Eine Bürgerinitiative hält dagegen.

Lediglich mit dem Maststandort bei der Kastellhalle sei es möglich, die Mobilfunkversorgung in Waldmössingen zu verbessern, berichtete Ortsvorsteher Reiner Ullrich in der Ortschaftsratssitzung von einem Gespräch der Ortsverwaltung mit der Familie Bantle von der Bürgerinitiative (BI) und einem Vertreter der Telekom.

 

Nach Darstellung der Telekom sei eine Verbesserung des Mobilfunknetzes in der Ortsmitte nur mit dem bisher angedachten Standort in der Nähe der Kastellhalle möglich und sie halte an diesem Angebot weiterhin fest. Zu den Empfängern dürfe der Abstand des Funkmasten nicht mehr als zwischen 500 und 800 Meter betragen. Auf andere Standorte habe man sich nicht einigen können, übermittelte der Ortsvorsteher.

Neue Gesprächsgrundlage

Er, so Ullrich, habe sich die Frage gestellt, ob die Telekom für andere Standorte mitgehen würde. Es habe einen Gutachter gegeben, der von beiden Seiten akzeptiert worden sei. Dadurch sei eine neue Gesprächsgrundlage entstanden.

Allerdings habe die Familie Bantle bei diesem Gesprächstermin bereits ein fertiges Gutachten mit anderen Standorten unterbreitet.

Gutachten nicht akzeptiert

Vereinbart worden sei jedoch, dass gemeinsam mit der Telekom ein Gutachten in Auftrag gegeben werde. Deshalb akzeptiere die Telekom das bereits erstellte Gutachten nicht, schilderte der Ortsvorsteher das Ergebnis des Treffens.

Ortschaftsrat Adrian Schmid stellte den Antrag, das Thema Mobilfunkmast nochmals auf die Tagesordnung in einer der nächsten Ratssitzungen zu setzen, in dem die Familie Bantle das Gutachten vorstelle. „Mir ist es wichtig, dass der Ortschaftsrat nochmals darüber berät und dann einen Knopf draufmachen kann“, forderte Schmid. Dies wurde vom Ratsgremium mehrheitlich befürwortet.

Erneut Thema in Sitzung

Raphael Bantle als Sprecher der BI zeigte sich auf Anfrage der Redaktion über die Darstellung Ullrichs ziemlich verwundert. Die BI habe in der Ratssitzung im Juni den Vorschlag unterbreitet, von einem neutralen und vereidigten Gutachter ein Gutachten erstellen zu lassen, dieses aus Spenden zu bezahlen und das Ergebnis zu akzeptieren. „Wir haben nichts anderes gemacht, als wir damals angeboten haben und vom Ortschaftsrat befürwortet wurde“, bekräftigte Bantle. Da das Thema Mobilfunkverbesserung Ortsmitte nochmals auf die Tagesordnung in einer der nächsten Ratssitzung komme, gehe er davon aus, dass er das Gutachten mit alternativen Standorten vorstellen könne, so Bantle.