Der technische Ausschuss des Meßstetter Gemeinderats hatte in der ersten Sitzung des Jahres einiges zu tun. In vier Ortsteilen stehen wichtige Arbeiten an.
Meßstetten, Hossingen, Tieringen und Heinstetten waren auf der Tagesordnung des technischen Ausschusses (TA) zu finden. Verschiedene Projekte müssen angeschoben oder weiter vorangebracht werden. Die erste Baustelle sind die Schülertoiletten in der Grundschule Tieringen, die saniert werden sollen. Wie Bauamtsleiter Claus Fecker seien nun eben im Rahmen des Gesamtkonzeptes die Toiletten in Tieringen dran. Außerdem solle noch „eine barrierefreie Toilette“ verbaut werden, so Fecker weiter. Konkret sollen die Hauptarbeiten nun ausgeschrieben werden, weitere Gewerke werde die Verwaltung selbst vergeben. Die Firma HET aus Albstadt nimmt sich der Arbeiten nun für 49 131 Euro an – „alle Arbeiten könnten am 2. Februar beginnen“, erklärte Claus Fecker, ehe der TA einstimmig vergab.
Der Haushaltsplan 2026 der Stadt Meßstetten beinhaltet neben vielen anderen Maßnahmen auch die Erneuerung der Wasserleitung in der Straße „Hinter Burg“ in Tieringen. Und genau diese war nun im TA ebenfalls ein Thema. Zwischen der „Schlichemstraße“ bis zur Einmündung „Auf Breiten“ soll die Wasserleitung mit den Schächten und Hausanschlüssen erneuert werden. „Hierfür sind Ingenieurleistungen zur Vermessung, Planung, Ausschreibung und Bauleitung erforderlich“, heißt es in der Sitzungsvorlage konkret. Fritz Stoll vom Tiefbauamt erläuterte, wieso die Sanierung überhaupt vonnöten ist: „Wir hatten da früher viele Rohrbrüche, daher wäre eine Erneuerung wichtig.“ Das beauftragte Ingenieurbüro Czerwenka aus Albstadt legte ein Angebot für die Ingenieurleistungen mit Kosten in Höhe von 31 792 Euro vor. Der TA vergab auch diesen Auftrag einstimmig.
Die Arbeiten finden im laufenden Betrieb statt
Weiter geht es im Stadtteil Heinstetten: Dort müssen Pumpen und Steuerungstechnik im Abwasserpumpwerk Halde erneuert werden. Ein Angebot der Firma Götztech aus Hartheim beläuft sich auf 70 599 Euro. „Der Leistungsumfang für die Sanierungsarbeiten beinhaltet im Wesentlichen einen neuen Hauptverteiler mit der Schaltanlageninstallation sowie die Modernisierung der Steuerungstechnik“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Zwei Besonderheiten gibt es bei diesen Arbeiten zu beachten, so nochmals Tiefbauexperte Fritz Stoll. Erstens werden die Arbeiten im laufenden Betrieb ausgeführt, denn die Pumpen müssten ja auch während der Maßnahme weiterlaufen. Zweitens wurde der Auftrag „freihändig“ vergeben, man sprach also aktiv zwei Firmen aus der unmittelbaren Umgebung an. Denn bei solch sensiblen Arbeiten sei es wichtig, „schnelle und regionale Verfügbarkeit der Firmen“ zu haben, so Stoll. Auch hier votierte das Gremium einhellig für die Vergabe an die Hartheimer Firma.
Der Kernort Meßstetten war als nächstes an der Reihe, es ging um die Erschließung von drei Bauplätzen im Höhenweg. Im Rahmen der neunten Änderung des Bebauungsplans „Am Berg – Lautlinger Weg – Hinter dem Berg“ sei die bisher öffentliche Grünfläche am Höhenweg neu als Baufläche ausgewiesen worden. Aus der Vorlage ist folgendes zu entnehmen: „Die Fläche wurde entsprechend dem Konzept des Bebauungsplans zwischenzeitlich in drei Wohnbauplätze aufgeteilt. Die Plätze befinden sich aktuell in der Vermarktung, ein Bauplatz wurde bereits veräußert.“ Jetzt sind für diese Bauplätze noch Wasser- und Kanalanschlüsse herzustellen. 63.551 Euro knöpft die Firma Clemens Müller aus Albstadt der Verwaltung für diese Arbeiten ab, die der TA aber erneut ohne Gegenstimme vergab.
„Schlechteste Straße“ im Stadtgebiet im Visier
Als letzte Vergabe ging es um den Teilort Hossingen. Hier geht es um die Erneuerung der Hörnlestraße, genauer den westlichen Abschnitt der Straße. Das sei „mit Abstand die schlechteste Straße im Stadtgebiet“, meinte Bürgermeister Frank Schroft. Explizit soll das Asphaltband zwischen der Tieringer Straße bis zum Hochpunkt Kreuzung Wilhelmstraße erneuert werden. „Dabei müssen die Kanalisation sowie die Wasserleitung ausgewechselt werden. Die Straßenbeleuchtung soll ebenfalls erneuert werden“, ist aus der Sitzungsvorlage zu entnehmen. Immerhin: Die Microrohrverbände für Breitband wurden schon im Rahmen des Backboneausbaus verlegt. Die nötigen Planungsleistungen werden vom Büro Hermle aus Gosheim für 62 613 Euro übernommen. Auch hier stimmte der TA klar zu.