Seit Mitte Mai empfehlen das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) und die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA), die Maskenpflicht in der Luftfahrt abzuschaffen.

Deutschland scheinen derartige Empfehlungen egal zu sein. Deutschland nimmt lieber den Flickenteppich in Kauf - unverständlicherweise meint unser Autor Constantin Blaß.

Dass eine Maske vor Ansteckungen schützt und grundsätzlich sinnvoll ist, haben wir nach zwei Jahren Pandemie gelernt und verstanden.

Gepaart mit rückläufigen Covid-19-Infektionszahlen ist das Signal mittlerweile aber deutlich: Es ist Zeit für weitere Lockerungen. Zeit für eigenverantwortliches Handeln. Die Maskenpflicht hat – wenn nicht auch in Bussen und Bahnen – zumindest in der Luftfahrt ausgedient.

Flickenteppich bei der Maskenpflicht in Flugzeugen

Schon jetzt ist ein Flickenteppich entstanden, der den Menschen nicht mehr vermittelbar ist - und weswegen die Lufthansa die Maskenpflicht auch nicht mehr bis zum Äußersten durchsetzt. Die Verhältnismäßigkeit fehlt.

Wieso soll der Flug von Basel oder Zürich nach Paris ohne Maskenpflicht stattfinden, der Flug von Stuttgart aber nicht? Ein Flug von Frankfurt mit United Airlines nach New York findet ohne Masken statt, der Rückflug aber nicht. Das ist absurd.

Maskenpflicht existiert an Flughäfen nicht mehr

Zumal in den Terminals ohnehin "oben ohne" angesagt ist. Dort wird seitens des Betreibers - wenn überhaupt - empfohlen, eine Maske zu tragen. Eine Verpflichtung gibt es nicht.

Soll die bundesweite Maskenpflicht ernsthaft bis 23. September beibehalten werden? Mit welcher Argumentation? Es ist Zeit zum Handeln, Herr Lauterbach!