Mit Maskenabstauben und Hästauf starteten die Narrenzunft Dornstetten und die Drillerhansele auf dem Marktplatz in Dornstetten gemeinsam in die fünfte Jahreszeit. Foto: Uwe Ade

„Die fünfte Jahreszeit wird eingeleitet, nei ins Häs und Spaß verbreitet“, brachte es Zunftmeister Benjamin Stahl beim Maskenabstauben in Dornstetten auf den Punkt.

Traditionell starteten die Narrenzunft Dornstetten und die Dornstetter Drillerhansele mit gemeinsamem Abstauben und Hästauf’ am Dreikönigstag auf dem Marktplatz in Dornstetten in die Fasnetszeit. Die Zunftmeister Benjamin Stahl (Drillerhansele) und Melanie Kirgis (Narrenzunft) begrüßten im Wechsel.

 

Mit schmetternden Fasnetsklängen führte die Narrenkapelle um Roman Günther die große Narrenschar beim Einzug auf den Marktplatz an. Den Musikern folgten die Schnogaklopfer, Pestbutzen und Kräuter-Gretel der Narrenzunft wie auch die Drillerhansele, Fuxlochweible und Schurkenfänger der Dornstetter Drillerhansele.

In der gemeinsamen Narrenrede gingen die Zeremonienmeister Bernd Hausch (Drillerhansele) und Andreas Ammer (Narrenzunft) auf Kommunales ein. „Das vergangene Jahr war ein Jahr der Feste; zunächst hatten die Schnogaklopfer zum 33-jährigen Geburstagsgäste“, brachte Bernd Haisch in Erinnerung und wies auch darauf, dass ein Festzelt am Sportplatz als Hallenersatz diente.

Das Hohe närrische Gericht wird auf dem Kirchplatz tagen

Die Bundestagswahlen ansprechend, rief Andreas Ammer: „Der Umzug der Drillerhansele bekam eine andere Route“ – und durchs Wahllokal im Rathaus fiel das Narrengericht leider aus. „Und auch dieses Jahr wird’s nicht wie üblich sein – wegen der Sanierung können wir nicht in die Halle hinein – das Gerichtsfest wird nach dem großen Umzug im Städtle stattfinden.“

Ein ganz besonderer Angeklagter

„Das Hohe närrische Gericht wird auf dem Kirchplatz tagen, es hat heuer einen ganz besonderen Angeklagten“, rief Andreas Ammer und verriet: „Vor der Stätte seines bisherigen Schaffens kommt vor Gericht wegen des Verlassens unserer schönen altehrwürdigen Stadt, unser Stadtpfarrer Timo Stahl – mal sehen, wofür er sich zu verteidigen hat.“

Mit schmetternden Fasnetsklängen führte die Narrenkapelle die große Narrenschar an. Foto: Uwe Ade

Nicht fehlte in der Narrenschelte auch der Umbau der Stadthalle, die laut der Stadtverwaltung nächstes Jahr zur Fasnet fertig sein soll. „Die Hallenruine in Baustellenpracht, nur mehr Beton-Gerüst mit kaputtem Dach. Schaut man sie an, dann könnte man weinen, denn nur mit viel Fantasie lässt sich das meinen, dass daraus wieder wird ein Ort zum Feste feiern, für Spiel und Sport.“

Die Masken werden abgestaubt. Foto: Uwe Ade

Auch hoffen die Narren, dass das Dornstetter Hallenbad erhalten bleibt und es ihm nicht gleich ergeht wie dem Lehrschwimmbecken in Aach. Zur riesigen Baustelle in der Stadt wiesen die Narren, dass dies den Anwohnern und dem Handel viel abverlangte und diesen hoffentlich gedankt werde.

In der Hoffnung auf eine bessere Welt

Ebenfalls ganz aktuell: „Für Solarpark und Nahwärme investieren wir Geld, in der Hoffnung auf eine bessere Welt. Sieben Windräder mindestens wollen sie hier errichten, auf deren Einkünfte kann die Stadt leider nicht verzichten“ rief Ammer, und sein Kollege ergänzte: „Gewiss die Schönheit der Natur liegt stets bei dem der sie betrachtet, doch wird unsere schöne Umgebung leider dadurch sehr überfrachtet – mit Propellern und Blinklicht auf Schwarzwälder Höhen, landschaftlich nicht sehr reizvoll und nicht schön“.

Nach der Narrenrede wurde mit einem Schnaps mit Vertretern befreundeter Zünfte und dem Bürgermeister auf die Fasnet angestoßen. Foto: Uwe Ade

Nach der Narrenrede wurde mit einem Schnaps mit Vertretern befreundeter Zünfte und dem Bürgermeister auf die Fasnet angestoßen. Erstmals bekamen auch die Kinder eigene Masken die aus Latex angefertigt wurden.

Taufen der neuen Hästräger

Dann war zusammen mit Häsmeister Werner Stahl Abstauben und anschließende Taufzeremonie der neuen Hästräger.

Neu zu den Drillerhansele kamen Elza Stahl (Kind Maske), Lavinia Könner, Corri Göhring und zu den Fuchslochweilbe Kim Jara Rösch (Kind). Kindermasken bei den Schnogaklofern bekamen Iona Fleck, Mira Fleck, Samu Schwizler, Joris Witzelmaier. Von Passiv zu aktiv wechselten die Kinder Yannis Speidel, Lina Hornberger und Nala Möller. Zu den Kräutergretel kamen die Kinder Nora Kübler und Milo Scheurer.

Täuflinge bei den Schnogaklopfern

Täuflinge bei den Schnogaklopfern nach einem Probejahr waren Alisa Böckle, Melissa Fersing, Julian Rieger, Simon Schwizler; bei den Pestbutzen kamen Adrian Rieger und Fabian Rieger und bei der Musik Karla Girrbach dazu. Von Passiven zu Aktiven wechselten bei den Schnogaklopfern Stefanie Buchter, Michael Möller, Selina Speidel.

Probejahr bei den Schnogaklopfern

Für ein Probejahr neu aufgenommen wurden bei den Schnogaklopfern Jasmin Haaser, Ben Luca Haaser (Kind), Max Haaser (Kind), Noelle Haaser (Kind), Kathrin Kübler, Bettina Muz, Aaron Muz (Kind), Cassandra Seeck, Anne Girrbach, Kevin Schurer. Bei den Pestbutzen starteten Stephan Haaser und Michael Muz, bei den Kräuter-Greteln Leni Muz (Kind) und bei der Musik Ronja Ziefle ins Probejahr.