Vom Amts- ins Landgericht: die Lahrer Ärztin Anette Franz Foto: Bender

Die Auseinandersetzung um falsche Masken-Atteste geht weiter: Die Lahrer Ärztin Anette Franz hat Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts eingelegt, wonach sie eine Geldstrafe von 6.000 Euro zahlen muss. Was ihre Verteidigung bereits unmittelbar nach dem Prozess angekündigt hatte, bestätigte Franz nun am Freitag auf LZ-Nachfrage.

Lahr - Wie berichtet, sah es das Lahrer Gericht als erwiesen an, dass Franz in mindestens sieben Fällen Befreiungen von der Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes erteilt hatte – ohne Untersuchung und medizinische Gründe. Von der Verhandlung vor dem Offenburger Landgericht als nächsthöhere Instanz erhofft sich die 54-Jährige, dass künftig niemand mehr gezwungen werde, die nach ihrer Auffassung krankmachenden und "zudem sinnlosen" Masken zu tragen.

Samstagsdemos sollen weitergehen

Der Masken-Prozess ist nicht der einzige Gerichtsstreit, in den Franz involviert ist. Nach Anstellungen in der Justizvollzugsanstalt Offenburg und der Suchtberatung Lahr war sie als Ärztin an der Lahrer Polizeihochschule beschäftigt. Dort wurde ihr zum 31. März dieses Jahres gekündigt, wogegen sie juristische vorgeht. Das Verfahren am Arbeitsgericht laufe bereits, so Franz gegenüber der LZ. Was ihren weiteren beruflichen Werdegang angeht, sei sie optimistisch: "Ärzte mit Herz und Verstand, die sich kein X für ein U vormachen lassen, und die sich ihrem Gewissen verpflichtet fühlen, wird die Welt immer brauchen."

Die bekennende Kritikerin der Corona-Maßnahmen ist in Lahr durch ihre samstäglichen Kundgebungen gegen ebendiese bekannt geworden. Die Demos werde sie weiterführen, erklärt die Ärztin: "Ich habe diese ins Leben gerufen, um auf die Aushebelung unserer wunderbaren Grundrechte, die für alle Menschen gelten sollen, aufmerksam zu machen. Da die Grundrechte leider immer noch ausgehebelt sind, gibt es keinen Grund aufzuhören."

  
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