Der Maschinenbrand bei der Firma Bark in Schömberg-Schörzingen rief die Feuerwehr auf den Plan. Geschäftsführer Carlo Bark berichtet über die Auswirkungen.
Vor rund zwei Wochen rückten die Feuerwehrabteilungen aus Schörzingen, Schömberg und Dotternhausen bei der Firma Bark in Schörzingen an. Grund der Alarmierung: Maschinenbrand mit entzündetem Magnesium. Letztlich verlief der Einsatz glimpflich. Das Bekämpfen von brennendem Magnesium erfordert generell aber eine spezielle Löschtechnik. Feuerwehr und Firma äußern sich noch mal zum Vorfall im April.
„Die Mitarbeiter haben vorbildlich reagiert und den Maschinenbrand bereits weitgehend unter Kontrolle gehabt. Die Feuerwehr riefen sie zur Sicherheit dennoch hinzu“, erklärte Carlo Bark, Geschäftsführer des Anbieters von Magnesium-Druckgussteilen. Damit bestätigt er die Aussagen des Feuerwehr-Abteilungskommandanten Lucas Mager, der die Lage damals vor Ort ähnlich beurteilte.
Lösung: sogenanntes Löschsalz
Mager erklärte vor Ort und noch mal in einem Gespräch mit unserer Redaktion die Besonderheit dieses speziellen Einsatzszenarios. Aufgrund der Hitze, die bei brennendem Magnesium entsteht, fallen die sonst üblichen Löschmethoden mit Wasser oder mit Kohlendioxid aus.
„Beim Löschen mit Wasser würden sich Wasser und Sauerstoff aufspalten, und es kommt im schlimmsten Fall zu einer Explosion“, erklärt Mager. Kohlendioxid würde, so berichtet es der Feuerwehrmann, zumindest kurzfristig zum Erfolg führen. „Aufgrund der hohen Hitze beginnt der Brand aber nach kurzer Zeit wieder auszubrechen.“
Die Lösung: sogenanntes Löschsalz. Dieses besondere Pulver bildet aufgrund einer speziellen chemischen Zusammensetzung eine Art „Kruste“ und sorgt so dafür, dass das Feuer erfolgreich bekämpft werden kann. Sand wäre theoretisch ebenfalls ein Mittel, aber der müsste besonders trocken sein und sei schwer zu transportieren.
Das Problem hat die Feuerwehr beim Löschsalz nicht, da dies die Firma Bark in ausreichender Menge vor Ort lagert. „Wir haben das Mittel palettenweise überall auf dem Gelände platziert, sodass Mitarbeiter dies schnell und unkompliziert verwenden können“, sagt Geschäftsführer Bark. Zudem seien sogenannte Metallbrandlöscher vor Ort.
Absolute Seltenheit
Die hiesige Feuerwehr kann im Ernstfall ebenfalls auf die gelagerten Mittel zurückgreifen. Sie selbst führt kein Löschsalz in den Einsatzfahrzeugen mit, aus einem einfachen Grund: „Löschsalz kommt in unserem Einzugsgebiet ausschließlich bei der Firma Bark zum Einsatz.“ Mager lobt die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen aus Schörzingen. „Wir befinden uns regelmäßig im Austausch und haben die Möglichkeit, dort, wenn vorhanden, neue Löschvarianten zu erproben.“
Vorfälle wie der Brand vor zwei Wochen gehören zur absoluten Seltenheit und sind bislang in der Regel glimpflich verlaufen. „Als wir anrückten, haben wir lediglich noch kleinere Mengen Löschsalz aufgetragen, dann war der Einsatz beendet“, so Mager.
Größere Schäden blieben aus
Größere Schäden an der betroffenen Maschine, die flüssiges Magnesium in entsprechende Gussformen presst, blieben laut Bark aus. „Die Maschine war zwei bis drei Tage außer Betrieb und läuft seitdem wieder ganz normal.“ Nennenswerte Auswirkungen auf die Produktion habe dieser Vorfall nicht gehabt. Die Reparaturkosten lagen laut Geschäftsführer im „marginalen Bereich“.
Die Firma Bark ist spezialisiert auf die Herstellung von Magnesium-Druckgussteilen für die unterschiedlichsten Anwendungen. Die gefertigten Teile sind gewichtseinsparend und besonders robust. Zu den Hauptkunden des Schörzinger Unternehmens zählen Elektrowerkzeughersteller sowie Motorradbauer.