In seinen Neunmonatszahlen meldet der Maschinenbauer Homag aus Schopfloch eine deutliche Ergebnissteigerung. Auftragslage und Umsatz schwächeln weiter.
Die Homag Group hat in den ersten drei Quartalen 2025 hat eine deutliche Ergebnissteigerung aufgrund der realisierten Kostensenkungen erzielt, wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Schopfloch mitteilt.
Die weiterhin schwache Marktentwicklung in der Möbelbranche zeige sich allerdings im rückläufigen Auftragseingang und in einem leicht reduzierten Umsatz. Der Auftragseingang der Homag Group hat sich nach Angaben des Maschinenbauers in den ersten neun Monaten 2025 um neun Prozent auf 939 Millionen Euro (Vorjahr: 1031 Millionen Euro) verringert.
„Zum ohnehin verhaltenen Marktumfeld im Möbelsektor kam die Verunsicherung infolge der handelspolitischen Turbulenzen hinzu. Vor diesem Hintergrund wurden Investitionsprojekte von Kunden aus der Möbelindustrie vermehrt verschoben“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Daniel Schmitt. „Bei den Produktionsanlagen für den Holzhausbau setzte sich der Aufwärtstrend hingegen fort. Nach verhaltenen Jahren während der Baukrise kommen hier wieder vermehrt kleinere und größere Projekte zur Vergabe.“
Service-Geschäft zieht leicht an
Der Umsatz verringerte sich in den ersten drei Quartalen 2025 leicht auf 1026 Millionen Euro (Vorjahr: 1055 Millionen Euro). Trotzdem konnte Homag das EBIT vor Sondereffekten um 53 Prozent auf 53,6 Millionen Euro (Vorjahr: 35 Millionen Euro) verbessern, heißt es weiter. Diese positive Ergebnisentwicklung sei in erster Linie auf Kostensenkungen aufgrund der vorgenommenen Personalmaßnahmen zurückzuführen. Positiv habe sich auch das leicht gewachsene Service-Geschäft ausgewirkt.
300 Mitarbeiter weniger als vor einem Jahr
Daniel Schmitt: „Wir haben unsere Ergebnisresilienz deutlich gesteigert und können die Folgen der Marktschwäche dadurch wesentlich besser kompensieren. Homag ist robuster geworden und verfügt über gute Voraussetzungen, um bei einem Anziehen der Nachfrage wieder profitabel zu wachsen.“
Die Zahl der Mitarbeiter hat sich nach Angaben des Unternehmens zum 30. September 2025 auf 6579 (30. September 2024: 6875) reduziert.