Die Auftragsbücher des deutschen Maschinenbaus, der von Corona hart betroffen war, füllen sich. Dass der Konkurrent China deutlich aufgeholt hat, ist ein Alarmzeichen, meint Inge Nowak.
Stuttgart - Wenn das keine guten Nachrichten sind. Die Auftragsbücher des deutschen Maschinenbaus, der von der Pandemie so hart getroffen war, füllen sich wieder. Besonders erfreulich ist dabei der Auftrag an Manz. Die Reutlinger beliefern den Autobauer BMW mit Anlagen, um Lithium-Ionen-Batteriezellen zu fertigen. Gut dabei ist, dass Autohersteller investieren. Positiv dabei ist aber auch, dass diese Kompetenz hierzulande vorhanden ist – wenn auch dank eines chinesischen Kooperationspartners.
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Um China soll es auch jetzt gehen, konkret um den Maschinenbau in der Volksrepublik. Denn China ist mit seiner Aufholjagd sehr erfolgreich. Das gilt nicht nur technologisch, wie der derzeitige Auftrag für Manz zeigt. Die Volksrepublik ist schon länger generell Exportweltmeister; jetzt hat sie auch im Bereich des Maschinenbaus ihre Spitzenposition abgerungen. Kein anderes Land exportiert mehr Maschinen und Anlagen als China.
Kein Grund zu Pessimismus
Und was bedeutet das für die deutsche Vorzeigebranche? Zunächst einmal: Es gibt keinen Grund zu Pessimismus. Dass China auch dank des politischen Rückenwinds aufholt, steht schon lange fest. Das bedeutet aber nicht, dass hiesige Unternehmen dort keine Geschäfte mehr machen können. Die Ausfuhrstatistik zeigt, in den ersten acht Monaten 2021 hat China zwölf Prozent mehr Maschinen aus Deutschland importiert. Und dabei ist die Produktion deutscher Unternehmen vor Ort nicht mal berücksichtigt.
Dennoch sollte der Erfolg Chinas ein Alarmzeichen sein. Die hiesigen Maschinenbauer sind abhängig von Spitzentechnologie – vielleicht nicht in allen Segmenten, aber doch in einigen wichtigen. Und ansonsten kann man – wenn die Bedingungen stimmen – auch über Kooperationen nachdenken.