Sämtliche Sandsteinelemente sowie der Putz wurden gereinigt und ausgebessert. Foto: Sannert 

Die Martinskirche in Dornstetten musste außen dringend saniert werden. Nach sieben Monaten ist es vollbracht, und sie erstrahlt in neuem Glanz.

Dornstetten – Der Putz der evangelischen Martinskirche in Dornstetten wies schwarze Flecken auf und war teilweise beschädigt, an den Sandsteineinfassungen waren die Fugen ausgewaschen, die Sandsteinplatten am Dach des Treppenhauses gerissen, die Wasserspeier vermoost, Stahlklammern rostig und die Holzlamellen an den Schalläden am Glockenturm größtenteils abgebrochen.

Dazu kamen Schäden an den filigranen Sandsteinelementen wie den Fialen – den vier kleinen Türmchen – und den gotischen Fenstern, an Turmbrüstung und Wasserspeiern. Durch Korrosion waren Teile des Sandsteins abgeplatzt. Die Martinskirche musste außen dringend saniert werden.

In der Woche nach Ostern wurde angerüstet und mit den umfangreichen Sanierungsarbeiten begonnen. Zeitweise mussten die Mobilfunkantennen dafür abgebaut werden. 250 000 Euro und einen Zeitraum von drei Monaten hatte die Kirchengemeinde für die Außensanierung eingeplant. Doch erst Ende November konnte das Gerüst wieder abgebaut werden.

Zeitweise hatte das Wetter nicht mitgespielt. Und nachdem das Moos entfernt war, kamen Mehrarbeiten an den Natursteinelementen dazu, die die Kosten auf 280 000 Euro erhöhten. Diese teilen sich Landeskirche, Kirchenbezirk und Kirchengemeinde. Letztere hat beim Landesdenkmalamt, mit dem sämtliche Arbeiten abgestimmt werden mussten, einen Zuschuss beantragt.

Jetzt erstrahlt die Kirche in neuem Glanz, denn auch sämtliche Holzelemente, darunter die Eingangstüren, wurden neu gestrichen. Über die gelungene Außensanierung freut sich vor allem Pfarrer Timo Stahl. Aber auch Architekt Klaus Gall ist, trotz der zeitlichen Verzögerung, mit dem Ergebnis zufrieden. Allein das Anrüsten der Kirche hatte sechs Wochen Zeit in Anspruch genommen.