Bei der dreistündigen Martini-Sitzung der Hausacher Narren wurde über einige Neuerungen und Verabschiedungen informiert.
S’ goht wieder dagege – in der Martini-Sitzung am Dienstagabend in der Hausacher Stadthalle hat die Freie Narrenzunft um 20.11 Uhr mit dem Einmarsch der Blauen das neue Vereinsjahr eingeleitet. Die kommende Fasent soll genauso schön und vielfältig werden wie die diesjährige, die unter dem Motto „Narri, Narro. Mir hän Talent. TV-Shows, die ein jeder kennt“ stand. Die Höhepunkte davon trug Sekretarius Florian Allgaier vor: den Umzug mit rund 1000 Wolfacher Narren im Hausacher Städtle, die Ausstellung über die Blauen im Hausacher Zunftarchiv, die auch noch weiter bestehen bleibt, sowie das Schnurren mit neun Gruppen in zehn Wirtschaften.
Ein Kommen und Gehen bei der Zunft
Mit 1275 Mitgliedern hat die Zunft dem aktuellen Stand nach 74 Mitglieder mehr als im vergangenen Jahr, erklärte Säckelmeister Thomas Rössler. Die meisten Mitglieder seien zwischen 27 und 60 Jahre alt, mit 57 Personen seien bei den Über-60-Jährigen am meisten hinzugekommen. Dank des Crowdfundings wurden etliche neue Kinderhäser realisiert, die am Samstag von 9 bis 11.30 Uhr bei der Kinderhäsbörse im Narrenkeller ausgegeben werden. Mit dem seit 2024 erhöhten Mitgliedsbeitrag von 18 beziehungsweise 22 Euro sowie einigen Spenden steht in der Vereinskasse nach dem Minus aus dem vergangenen Jahr nun wieder ein Plus.
Für das Team des Wunderfitz oder Narrenblättles habe sich immer noch niemand gefunden, obwohl „das durchaus Spaß macht“, warb Rössler noch einmal um fleißige Schreiber. Für 18 jahrelange Mitglieder gab es schließlich Ehrungen vom Burgerhut über Brunnentaler bis hin zum Ochsenkopf (wir berichten noch).
Ein Zunftorden wurde in diesem Jahr aber nicht verliehen. Gleich drei Mitglieder der Blauen wurden von Narrenvater Marko Schwab und Vizenarrenvater Daniel Sonntag verabschiedet, die zusammen auf mehr als 50 Jahre Erfahrung im Narrenrat zurückblicken: Eugenio Agüera Oliver, Zeremonienmeister Joachim Uhl und Intendant und Ob ann der Elfemess, Thomas Stötzel. „Ihr habt ganz schön große Fußdappen hinterlassen“, erklärte Sonntag, „alle mit dem Ziel, unsere geliebte Fasent mit Leben zu füllen“. Uhl richtete einige Abschiedsworte an die Narren und gab ihnen mit auf den Weg: „Arbeitet konstruktiv miteinander und unterstützt euch.“ Er bleibe der Fasent in den Reihen der Spättle erhalten.
Die Fasent als „Mikrokosmos einer anderen Welt, in der niemand zu Schaden kommt und alle sich freuen“, beschrieb Bürgermeister Wolfgang Hermann, bevor er um die Entlastung des Narrenrats bat, der einstimmig stattgegeben wurde. Bevor die drei Lücken wieder gefüllt wurden, stand die Wahl des Narrenvaters an, die von Ehren-Narrenrat Rainer Allgaier geleitet wurde: Narrenvater Marko Schwab wurde bei einer Enthaltung und zwei Gegenstimmen wiedergewählt, Sekretarius Florian Allgaier gibt sein Amt an Alex Keller ab und Thomas Rössler bleibt Säckelmeister. Schwab setzte Timm Henke als Zeremonienmeister in Amt und Würde und begrüßte Christian Armbruster als neuen Blauen.
Mit neuem Motto in die neue Saison
Eine große Neuerung präsentierte Timm Henke: Er zeigte die neue Webseite der Narrenzunft, die zunächst erstmal nur für Mitglieder freigeschaltet wird – mit Videos, Vorstellungen der Narrenräte und einer Karte der unterschiedlichen Veranstaltungen. Der neue Sekretarius Alex Keller verkündete schließlich das neue Fasentsmotto für 2026: „Die Welt der Spiele ist famos – drum auf die Plätze, fertig, los.“ Nach drei Stunden Sitzung gab es dann die obligatorischen Datschkuche mit Erdepfelsupp, serviert von der Trachten- und Volkstanzgruppe Einbach.
So geht’s weiter
Das Schnurren soll im kommenden Jahrr in acht, anstatt wie in diesem Jahr in neun Wirtschaften stattfinden. Neu dabei ist das Bistro „Pippos Fifty“ in der Hauptstraße in Hausach. Aktuell haben sich laut Tobias Kamm als Obmann der Schnurranten sieben Gruppen gemeldet, eine achte werde noch gesucht, warb er um weitere motivierte Mitstreiter.