An 45 Ständen ließ es sich anlässlich des Martinimarkts in der Schlossberghalle ausgiebig stöbern.
„Es lauft gut“, freuten sich die Organisatorinnen Susanne Le Clair und Vera Holdermann-Müller zur besten Kaffeezeit. Entsprechend voll besetzt waren die Plätze an den Tischen im Foyer, das als Verweilzone diente. Durch die Türen schob sich seit dem Vormittag interessiertes Publikum, und bis zur letzten Stunde des Markts herrschte ein Kommen und Gehen.
Einen vorderen Platz in der Halle hatte eine Hobbynäherin aus Brombach mit ihrem Stand. Zum vierten Mal sei sie dabei. Ins Auge stechen warme Tücher in Gestalt von Dreiecken. Jede Tuchseite sieht anders aus, unterscheidet sich in Farbe und Material. Manche mögen es kuschlig am Hals und andere nicht, und manche haben gern einen schönen großen Knopf als Zierde, der den Schal als Wickelobjekt fest fixiere, erzählt sie über Vorlieben.
Ein paar Meter weiter gibt es ebenfalls viel zu entdecken. Die Anbieterin wohne in der Homburgsiedlung jenseits der Wiese, lässt sie wissen. An ihrem Stand dreht sich alles um personalisierte Wünsche. Ob ansprechender Teebecher, ob modernes Glas mit grünem Herzblatt am Boden, ob hippe Trinkflasche – wer einen flotten Spruch oder einen Namen möchte, ihrem Laser sei nichts fremd, auch das Alemannische nicht, schmunzelt die Anbieterin.
Einen weiteren Stand teilt sich eine Oma mit dem Enkel zuzüglich Freundin. Erstere sei von Berlin nach Haagen gezogen, das erste Mal dabei und stricke für ihr Leben gern, sagt die Seniorin. Sogar im Sommer bei dreißig Grad. „Leichtes Material, das etwa in eine leichte Jacke wandere – für den kühlen Sommerabend“. Der Enkel helfe eigentlich der Freundin, sagt er, die besondere Keramik herstelle. Die Auslagen sprechen für viele Stunden, die kreativ und erfüllt verbracht wurden.
Von der Keramik bis zu Textilien
Mittendrin ein Stand mit nahezu weißer Ware. Keramikmasse wurde hier mittels Silikonform in dekorative Wohnaccessoires verwandelt, heißt es. Die ersten Schritte gehen schnell von der Hand, teilt die Eimeldingerin mit, aber die Feinarbeit und das Schleifen dauere. 140 winzige Fensteröffnungen, sprich Einstiche, habe etwa ihr Häuserkranz verlangt.
Überall scharen sich Besucher, ob beim Schmuck, bei Textilem, bei Kindersachen oder Adventsgestecken. Wer auf der Suche nach Mitbringseln oder Geschenken ist, wird fündig. Zum ersten Mal bietet eine Hobby-Buchbinderin ihre Handwerkskünste an. Der Ehemann habe sie animiert, ein Hobbyfotograf, der Klappkarten für den Markt anfertige. Ihr eigener Tisch ist voll mit Büchern und Mappen für Rezepte, Notizen oder Noten, wie sie vorschlägt. Von der Pappe, übers Papier hin zum Einband, alles sei professionell verleimt und handgemacht, sagt sie im Gespräch mit unserer Zeitung.
Veranstalter ziehen eine positive Bilanz
Rundum positiv fällt die Bilanz der beiden Initiatorinnen aus. Verbucht wurde ein toller Erfolg. Neunzig Prozent der Aussteller haben sich schon für 2026 angemeldet. Dank gilt den Kuchenspendern und Helfern. Ohne sie wäre der Markt nicht möglich, dessen Teilerlös gespendet werde.