Wer mit neuen Koch-Sendungen der Sulzer Fernsehköche Martina und Moritz in 2026 starten möchte, kann dies mit fünf Videos tun. Im Netz sorgt das kostenpflichtige Angebot für Wirbel.
Sie sind wieder auf Sendung. „Weil wir immer wieder gefragt werden, wann es endlich wieder Neues mit und von uns gibt. Dies ist inzwischen geschehen!“ teilten die Fernsehköche Martina Meuth und Bernd „Moritz“ Neuner-Duttenhofer kürzlich mit. Doch es gibt nicht nur positive Rückmeldungen.
Weltweite Bekanntheit erhielten die Fernsehköche mit der WDR-Sendung „Kochen mit Martina und Moritz“, die von 1988 bis 2021 lief und stolze 414 Folgen umfasst. Seit 2021 erscheinen jedoch nur noch die Wiederholungen von früher.
„Leider übrigens, ohne uns auch nur einen Cent dafür zu bezahlen. Man bestückt also das öffentlich-rechtliche Programm regelmäßig mit unserem geistigen Eigentum ohne ein Honorar dafür. Billiger kann man nicht senden“, kommentieren beide das Ausstrahlen alter Folgen.
Jetzt gibt es Neues
Doch seit kurzem gibt es tatsächlich Neues – fünf Videos, produziert von Martina und Moritz sowie der guten Freundin und Mediengestalterin Sonja Buchhop und einem Kamera-Team. Der Titel: „Sendungen vom Apfelgut“.
Zu den Videos gelangt man über die Webseite www.fraubuchhop.de und dort weiter über den Reiter „Sendungen vom Apfelgut“. Jedes einzelne Video kann für 25 Euro gekauft werden.
„Diese Preisgestaltung enttäuscht“
Das führt im Netz zu Irritationen. Auf der Facebook-Seite „Martina und Moritz“ kommentiert eine Nutzerin: „Sehr geehrte Frau Meuth, sehr geehrter Herr Neuner-Duttenhofer, viele Jahre lang habe ich Ihre Sendung im WDR mit großer Freude verfolgt. Nun musste ich jedoch erfahren, dass der Zugang zu diesen neuen Folgen rund 25 Euro pro Sendung kosten soll. Ich möchte Ihnen ehrlich rückmelden, dass mich diese Preisgestaltung sehr enttäuscht“.
„Schlichtweg nicht erschwinglich“
Denn nachdem die Fernsehköche mehr als 30 Jahre lang fester Bestandteil des öffentlich-rechtlichen Fernsehens gewesen seien, fühle sich dieser Schritt für sie als Zuschauerin – „und sicherlich für viele andere langjährige Fans“ – so an, als würde man die treue Fangemeinde nun finanziell sehr stark fordern, gibt die Nutzerin auf Facebook zu bedenken. „Ein Betrag von 25 Euro für eine Dreiviertelstunde ist für viele Menschen, die mit Ihren Rezepten groß geworden sind, schlichtweg nicht erschwinglich“, so ihr Statement.
Ein anderer formuliert es weniger höflich: „Das ist einfach nur Abzocke und sehr schade. Dadurch macht man sich viel kaputt, viele Sympathien, die man jahrelang aufgebaut hat.“
„Die zwei verkaufen ihr Apfelgut, was Million(en) wert ist. Sie könnten davon die Folgen problemlos aus eigener Tasche finanzieren, wenn den zwei diese Rezeptsendungen selbst eine Freude bereiten würden und das Herz dran hängt“, äußert sich ein weiterer Nutzer kritisch.
Es gibt aber auch Zuspruch
Aber es gibt auch Zuspruch. „Ich freu mich drauf und wünsche Euch viel Erfolg“ oder „Freue mich auf die neuen Folgen“ sind Reaktionen, die den neuen Koch-Content begrüßen.
Und wie geht es nun eigentlich mit dem Apfelgut in Hopfau weiter? „Ein ganzes Jahr gingen Verhandlungen um das Obst und den Wald“, zogen die Fernsehköche ihre Jahresbilanz. Und in gewisser Weise schlägt sich die vergangene Besinnlichkeit der Adventstage auch bei ihnen nieder. „Wir warten noch auf den Käufer, der sich in das Anwesen verliebt“, erklären sie im Gespräch mit unserer Redaktion.