Oberbürgermeister Adrian Sonder (rechts) und Hausdirektor Patrick Vilmin bei der Unterzeichnung Foto: Rath/Stadtverwaltung

Die Stadt Freudenstadt hat für ihre breit angelegte Kampagne gegen die Verschwendung von Lebensmitteln einen weiteren Partner gewonnen: das Martin-Haug-Stift.

Das Martin-Haug-Stift tritt als weiterer Partner in die Allianz zum Kampf gegen die Lebensmittelverschwendung bei, die die Stadt Freudenstadt derzeit schmiedet. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor.

 

Die entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten Oberbürgermeister Adrian Sonder und Patrick Vilmin, Hausdirektor des Martin-Haug-Stifts, in der Cafeteria der Senioreneinrichtung in der Karl-von-Hahn-Straße. Mit dabei waren Monika Kappel von der Evangelischen Heimstiftung GmbH und Fabienne Janz, die das Projekt auf städtischer Ebene federführend betreut.

Der Wert von Lebensmitteln

„Wir sind sehr, sehr froh, dass die Stadt Freudenstadt dieses wichtige Thema aufgreift und es in die breite Öffentlichkeit trägt. Es ist auch für uns wichtig, ein Bewusstsein für Lebensmittel und ihren Wert zu schaffen“, so Vilmin.

Oberbürgermeister Sonder dankte im Gegenzug der Evangelischen Heimstiftung für ihre Bereitschaft, sich am Projekt zu beteiligen: „Für uns ist es entscheidend, hierbei mit Institutionen zu kooperieren, bei denen der Umgang mit Lebensmitteln auch ein großes Thema im Tagesgeschäft ist.“

Ziel der Europäischen Union

Ein bewusster Umgang mit Lebensmitteln, der die bislang noch immense Verschwendung eindämmt, sei nicht nur praktizierter Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch eine Frage der Gesellschafts- und Sozialpolitik. Daher setze die Stadt auf ein breites Bündnis, um auf diesem Weg voranzukommen.

Fabienne Janz betonte die gesamteuropäische Dimension des Themas. Ziel der Europäischen Union sei es, die Quote der Verluste bis 2030 zu halbieren. Um dieses ambitionierte Ergebnis zu erreichen, müsse vor allem auf kommunaler Ebene etwas unternommen werden. In Freudenstadt werde das Projekt gemeinsam mit der französischen Partnerstadt Courbevoie umgesetzt, die diesbezüglich bereits viel Erfahrung gesammelt habe.

Hygiene-Vorschriften

Vilmin erklärte, dass es für Einrichtungen wie das Martin-Haug-Stift nicht einfach sei, einen Weg zu entwickeln, der alle Interessen berücksichtigt. Unter anderem müssten strenge Hygiene-Vorschriften im Umgang mit Lebensmitteln eingehalten werden. Rund 400 Mahlzeiten werden täglich für die Bewohner des Martin-Haug-Stifts zubereitet. Das Mittagessen kommt von der zentralen Küche in Bad Sebastiansweiler im Kreis Tübingen, die ebenfalls von der Evangelischen Heimstiftung betrieben wird. Sowohl in Bad Sebastiansweiler als auch in Freudenstadt werde Wert auf regional erzeugte Lebensmittel und Belieferung durch lokale Handwerksbetriebe gelegt.

Vilmin erklärte, die eigenen Mitarbeiter seien der Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung der Partnerschaft.

Bisherige Vereinbarungen

Die Stadt Freudenstadt sucht weitere Partner für eine Mitarbeit am Projekt. Bislang gibt es laut Mitteilung Vereinbarungen mit den Krankenhäusern Landkreis Freudenstadt, sämtlichen Kindergärten in städtischer Trägerschaft sowie der Falkenrealschule und der Forchenkopf-Grundschule in Dietersweiler.