Die Auswirkungen des harten Winters werden auf den Straßen wieder schonungslos offengelegt. Foto: Eich

Mit einem umfassenden Straßensanierungsprogramm möchte die Stadt gegen die Holperpisten in Villingen-Schwenningen vorgehen. Bereits in diesem Jahr sollen fast zwei Millionen Euro investiert werden.

Villingen-Schwenningen - Der Frühling naht – und die Auswirkungen des harten Winters werden auf den Straßen wieder schonungslos offengelegt: Die Stadt hat wieder mit Rissen, Schlaglöchern und teilweise massiven Schäden auf den Straßen zu kämpfen.

Der Zustand des Straßennetzes, der bereits seit mehreren Jahr für massiven Unmutbei den Bürger sorgt und dessen Verbesserung sich Oberbürgermeister Jürgen Roth besonders auf die Fahnen geschrieben hatte, wurde 2019 flächendeckend und systematisch erfasst.

Notwendig war hierfür eine flächendeckende Befahrung der Straßen, um den jeweiligen Zustand bewerten zu können. Diese Bewertung wurde schließlich als Grundlage genommen, um ein Straßensanierungskonzept für die Jahre 2021 bis 2024 zu erstellen – und die Arbeiten entsprechend zu priorisieren.

In Abstimmung mit den Stadtwerken VS und der Abteilung Wasserwirtschaft hat das zuständige Grünflächen- und Tiefbauamt zusammengestellt, welche Maßnahmen in diesem Jahr geplant sind. Unterschieden wird dabei, ob der Dünnschichtasphalt als Maßnahme der Straßeninstandsetzung aufgetragen oder ob ein umfangreicherer Hoch- und Tiefeinbau erfolgen wird.

Dünnschichtasphalt

Auf insgesamt elf Straßen und insgesamt mehr als 45.000 Quadratmetern soll in diesem Jahr das DSK-Verfahren, als die Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise, angewendet werden. Im Fokus steht hierbei in Villingen die Güterbahnhofstraße, von der mehr als 20 Prozent die dünne Asphaltdeckschicht zur Instandsetzung erhalten soll. Veranschlagt sind hierbei mehr als 200.000 Euro. Angegangen werden sollen auch größere Teile der Vöhrenbacher Straße, wobei hier bereits erste Ausbesserungen stattgefunden haben und die Instandhaltung deshalb etwas geringer ausfallen wird. Darüber hinaus wird die Offenburger Straße, die Obereschacher Straße (von der Brücke B 33 bis Einmündung Haslach), die Altstadtstraße und die Brigachstraße berücksichtigt. In Zollhaus hat sich das zuständige Amt dafür entschieden, beim Römerweg ebenfalls das DSK-Verfahren anzuwenden und keine grundhafte Erneuerung.

In Schwenningen liegt der Hauptaugenmerk derweil auf der Gewerbestraße, in der 13 Prozent der Straße mit dem Dünnschichtasphalt ausgebessert werden sollen (Kostenpunkt 128.000 Euro). Auch in der Dickenhardtstraße sind umfangreichere Maßnahmen geplant. Bedacht werden darüber hinaus die Eichdorff- und die Burgstraße. Veranschlagt sind insgesamt knapp 990.000 Euro. Sollten noch Kapazitäten übrig bleiben, werden die Marbacher Straße (Villingen), die Albstraße (Weigheim), der Kapellenweg (Obereschach) und Sommertshausen bedacht.

Hoch- und Tiefeinbau

Bei den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen werden in diesem Jahr insbesondere schadhafte Straßen in Schwenningen bedacht. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht dabei der Hoch- und Tiefeinbau in der August-Bebelstraße, bei der mehr als 23 Prozent der Straßenfläche saniert werden sollen. Kostenpunkt: 224.250 Euro. Auch die Messe soll beim diesjährigen Sanierungsprogramm bedacht werden. Darüber hinaus rücken die Bagger ebenfalls in der Rottweiler Straße und Schluchseestraße an.

In Mühlhausen wird die Weigheimer Straße saniert. Da die gesamte Straße sanierungsbedürftig ist, wird das zunächst angedachte Teilstück vom Ortsausgang bis zum Pfarrer-Mesle-Weg um das Teilstück bis zur Kreuzung erweitert.

In Villingen hatte das zuständige Amt zunächst die Gottlieb-Daimler-Straße im Blick. Da die direkt angrenzende Robert-Bosch-Straße in einem ähnlich schlechten Zustand ist, soll diese ebenfalls bedacht werden. Eigentlich sollte zudem die Kalkofenstraße in das Programm mit aufgenommen werden, dort stehen aber zunächst dringende Arbeiten an Gas- und Wasserleitungen an. Ähnlich verhält es sich mit der Kreuzstraße und dem Brandenburger Ring in Schwenningen.

Auf die Wartebank geschoben wurde zudem die Augenmoosstraße und Neuhauser Straße (Obereschach) sowie die Burgstraße (Schwenningen). Dort stehen zwar ebenfalls noch SVS-Arbeiten oder laufen derzeit, je nach Kapazitäten könnten aber hier dieses Jahr noch Sanierungen durchgeführt werden.