Der Regen machte den rund 40 Marktbeschickern zu schaffen. Teilweise fiel das gewohnt gute Geschäft der „fliegenden“ Händler häufig wortwörtlich ins Wasser.
Der Spätjahrmarkt gehört fest zum Jahreslauf in Kandern. Rund 40 Marktbeschicker, die aus der gesamten Region vom Elsass bis aus Bayern kamen, hatten sich am Dienstag auf dem Blumen- und Marktplatz, auf Teilen der Hauptstraße, in der neuen autofreien Zone und auf dem Areal vor der Fischermühle eingefunden.
Teilweise fiel das gewohnt gute Geschäft der „fliegenden“ Händler häufig wortwörtlich ins Wasser, der Regen verstärkte sich im Laufe des Morgens. Dennoch boten die Händler auf der vielfältigen Marktmeile dem Schlechtwetter die Stirn und hielten dem kalten Regen tapfer stand.
Die Qualität und Vielfalt ihrer Waren lockte doch den einen oder anderen Kunden an die Stände. Viele Haushaltsgegenstände, hochwertige Lederwaren, Textilien, Spielzeug, Wollwaren, Socken, Felle, Lederpflege, Tischwäsche, Schmuck- und Dekoartikel, Kräuter und Tees sind oftmals in den üblichen Geschäften nur schwierig zu erlangen.
Manch einer freute sich deshalb bereits auf das Erscheinen des „Lieblingshändlers“. Der Haushaltswarenhändler Jürgen Bär aus Pirmasens verkauft seit 21 Jahren in Kandern seine hochwertigen Messer in vielen Variationen, dabei auch Bürsten und Besen in aller Vielfalt.
Er sagte: „Das Geschäft heute geht bei dem Wetter natürlich ziemlich schleppend. Aber was will man machen?“.
Die Kanderner ins Herz geschlossen
Kandern hat er in der langen Zeit seiner Tätigkeit ins Herz geschlossen. „Die Kanderner sind ein sehr angenehmes Publikum, mit denen kann man auch mal einen Plausch machen“, sagte er. Er ist froh über seine Stammkunden, die ihn bereits bei Markteröffnung mit ihrem Einkaufszettel in der Hand erwarteten. Manche Kunden würden übers Jahr ihre Einkaufszettel für seine Waren nach und nach füllen.
Auch Harald Brenneisens traditioneller Stand „Hanta Yo“ aus Fischingen verkaufte seine hochwertigen Lederwaren an einige interessierte Kunden. Neben einem freundlichen Plausch gab es auch eine fachmännische Beratung. Ebenfalls hatte er festgestellt, dass das Vertrauen seiner Kundschaft ein hohes Gut ist. Wie wichtig die Stammkundschaft ist, konnte er an verregneten Markttagen wie diesem feststellen. Auch die treuen Kunden deckten sich für das kommende Jahr mit Lederartikeln wie Gürtel und Geldbeutel ein.
Waffelbäcker haben alle Hände voll zu tun
Die Imbiss- und Verpflegungsstände hatten mehr Glück: Das hungrige Publikum wurde vom Duft der Grillwürste, Steaks oder Raclette unwiderstehlich angezogen, dieses genehmigte sich ein kleines Vesper zwischendurch. Bestens lief es am Waffelstand der katholischen und evangelischen Kirche. Peter Kühn und sein Team hatten alle Hände voll zu tun und hatten auch eine Spendenbox zur Anschaffung eines neuen Defibrillators aufgestellt, der im Bereich der Kirche oder des Kindergartens aufgestellt wird.