Das Markgräfler Symphonieorchester wird beim Weihnachtskonzert in Badenweiler zu hören sein. Foto: Markgräfler Symphonieorchester

Beim Weihnachtskonzert im Kur- und Festspielhaus Badenweiler wird Beethovens fünftes Klavierkonzert erklingen. Solistin am Klavier ist Sylke Mehnert.

Für viele in der Region ist es einer der musikalischen Höhepunkte der Vorweihnachtszeit: Am Wochenende des dritten Advents, am 13. und 14. Dezember, finden wieder die Weihnachtskonzerte des Markgräfler Symphonieorchesters unter der Leitung von Uwe Müller-Feser im Kur- und Festspielhaus Badenweiler statt.

 

Auf dem Programm stehen die Weihnachtsouvertüre von Otto Nicolai, das fünfte Klavierkonzert von Ludwig van Beethoven mit der Pianistin Sylke Mehnert aus Badenweiler als Solistin, und die große C-Dur-Symphonie von Franz Schubert.

Otto Nicolai lebte von 1810 bis 1849. Während seines Engagements in Wien rief er die „philharmonischen Konzerte“ ins Leben und gründete auf diese Weise die Wiener Philharmoniker. Bekannt wurde der Komponist vor allem durch seine Oper „Die lustigen Weiber von Windsor“.

Im Jahr 1833 entstand seine „Weihnachtsouvertüre“ für Orchester, Orgel und – wenn gewünscht – gemischten Chor. Diese Ouvertüre basiert auf dem Choral „Vom Himmel hoch, da komm’ ich her“ und wurde im Mai 1833 in der Garnisonkirche in Potsdam uraufgeführt.

Das Klavierkonzert Nummer 5, opus 73, von Ludwig van Beethoven (1770 bis 1827) entstand von Dezember 1808 bis April 1809. Es ist Erzherzog Rudolph von Österreich gewidmet. Europa befand sich in jener Zeit mitten in den Napoleonischen Kriegen. Schon am 4. Mai war die kaiserliche Familie, darunter auch Erzherzog Rudolph, Beethovens Förderer und Schüler, aus Wien in den ungarischen Teil ihres Herrschaftsbereiches geflohen. Beethovens bewundernde Haltung Napoleon gegenüber schlug 1809 in Ablehnung um. Die Materialien zum fünften Klavierkonzert machen das deutlich.

Symphonie wurde erst nach Schuberts Tod aufgeführt

Die Große Symphonie in C-Dur (D 944) ist die letzte Symphonie des österreichischen Komponisten Franz Schubert (1797 bis 1828). Sie wurde nach Schuberts Tod am 21. März 1839 im Gewandhaus in Leipzig unter der Leitung von Felix Mendelssohn Bartholdy uraufgeführt. Aufgrund des Werts, den Schubert dieser Symphonie selbst zuschrieb, und nicht zuletzt zur Unterscheidung von der sehr viel kürzeren (und daher oft als „Kleine C-Dur“ bezeichneten) sechsten Symphonie in C-Dur, erhielt sie nachträglich den Beinamen „die Große“.

Als Solistin am Klavier wird Sylke Mehnert zu hören sein. Sie ist in Hamburg geboren und begann mit fünf Jahren Klavier zu spielen. Mit 15 gab sie ihren ersten Klavierabend, mit 16 Jahren ihr erstes Klavierkonzert mit Orchester (Mozart, KV 488), wurde im gleichen Alter Bundespreisträgerin bei „Jugend musiziert“ und Jungstudentin an der Musikhochschule Hamburg bei Professor Elgin Roth.

Orchester und Solistin kooperierten mehrfach

Mit dem Markgräfler Symphonieorchester trat sie bereits bei den Aufführungen von „Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saens, bei der Oper „Carmen“ von Bizet und als Solistin in mehreren Klavierkonzerten auf. Seit 1998 lebt sie in Badenweiler und unterrichtet dort privat.

Die Konzerte beginnen am Samstag, 13. Dezember um 19 Uhr, und am Sonntag, 14. Dezember um 17 Uhr. Karten gibt es zu 25/19 Euro bei der Touristik Badenweiler und online bei Reservix.