Eine spannende Woche erlebten die Teilnehmer am Polen-Austausch am Markgräfler Gymnasium Müllheim.
15 Schüler der Partnerschule aus Rabka-Zdrój – einer Kleinstadt rund 40 Kilometer südlich von Krakau – waren gemeinsam mit zwei Lehrern zu Gast in Müllheim und wurden herzlich in den Familien ihrer deutschen Austauschpartner aus der Jahrgangsstufe elf aufgenommen, heißt es im Nachbericht der Schule.
Auch wenn Polnisch in Deutschland keine schulische Fremdsprache ist, schlage dieser Austausch Brücken zu einem der wichtigsten europäischen Nachbarländer. Er sei zugleich ein lebendiges Zeichen der Versöhnung mit einem Land, dessen kulturelle Identität während der NS-Zeit nahezu ausgelöscht werden sollte.
Das Austauschprogramm bot eine Mischung aus Bildung, Kultur und Freizeit: In einem Workshop gemeinsam vorbereitet wurde der Besuch im Europäischen Parlament in Straßburg. Die Stadtführung durch Müllheim übernahmen die deutschen Gastgeber selbst. Die Ausstellung „Müllheim im Nationalsozialismus“, entwickelt von Schülern des jüngsten Seminarkurses, wurde in deutsch-polnischen Tandems erkundet – unterstützt durch Fragebögen, Hände, Füße und den Google-Übersetzer. Abgerundet wurde das offizielle Programm von einer Wanderung rund um Staufen sowie einem Ausflug nach Freiburg.
In den Alltag der Gastgeber integriert
Auch außerhalb des offiziellen Programms wurden zahlreiche Aktivitäten gemeinsam erlebt: Von Fußballspielen über Bandproben bis hin zu Familienausflügen – die polnischen Gäste wurden in den Alltag ihrer Gastgeber integriert. Einblicke in das deutsche Schulsystem erhielten sie durch Unterrichtshospitationen, und gemeinsam wurden kleine Präsentationen für den Deutschunterricht in Polen vorbereitet.
Einen kulinarischen Höhepunkt bildete das deutsch-polnische Buffet am Vorabend der Abreise, heißt es: Die Tische bogen sich unter selbst zubereiteten Spezialitäten beider Länder. Die Wehmut des Abschieds mischten sich mit der Vorfreude auf den Gegenbesuch in Rabka-Zdrój – denn am 16. April heißt es: Auf nach Polen.