Trotz der Krise ist es an Front der VfB-Geschäftspartner ruhig. Das spürte Marketing-Chef Jochen Röttgermann bei einem Sponsorentreffen vor wenigen Tagen.

Stuttgart - Das Geschäftsmodell Fußball beim VfB Stuttgart lässt sich auf einen einfachen Nenner bringen: Im Mittelpunkt steht der sportliche Erfolg. Der steigert den Markenwert. Der steigert den wirtschaftlichen Erfolg – also die Einnahmen. Und die lassen schließlich im besten Fall kluge Investitionen zu, die wiederum zu mehr sportlichem Erfolg führen.

Ein schöner Kreislauf, der derzeit unterbrochen ist. Der Club hat in der Liga wenig Erfolg. Und das führt in diesem Kreislauf irgendwann zu starken Einbußen. Aber noch ist es an der Front der VfB-Geschäftspartner ruhig. Erst vor wenigen Tagen spürte der VfB-Marketing-Chef einen breiten Rückhalt aller Partner. Auf dem Sponsoren-Workshop des Clubs ist sich Röttgermann vorgekommen "wie beim Treffen einer großen Familie". Die "sportliche Delle", wie Röttgermann Platz 17 in der Tabelle vornehm umschreibt, "hat keine kurzfristige Auswirkung auf den Markenwert". Tägliche Anfragen nach Business-Seats bestätigen Röttgermann: "Dass wir selbst in diesen Zeiten eine große Nachfrage in diesem Bereich haben, zeigt, dass das Produkt solche Krisen aushält."

Eine kleine Umfrage unter den Partnern bestätigt: Kein Sponsor wird nervös oder überdenkt sein Engagement beim VfB grundsätzlich. Die Firma Dinkelacker am allerwenigsten. "Über die sportliche Situation sind wir natürlich bestürzt", sagt Stefan Seipel, Marketing-Chef der Brauerei, "aber wir sind seit 72 Jahren dem Verein verbunden, da spielt eben Leidenschaft eine große Rolle." Seipel weiter: "Aber all das wird nicht unsere grundsätzliche Treue zum VfB infrage stellen. Wir stehen zu 100 Prozent zum Verein."

Auch bei der Firma Fanuc Robotics, einem Roboterhersteller, kommt keiner ins Grübeln. Für Gerald Mies, Vize-Präsident des Europageschäfts, bleibt der VfB "ein Partner, "der auf ganz hohem Niveau arbeitet".

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