Der neue Ortsvorsteher in Salmendingen freut sich auf seine erste Amtszeit. Konkret nennt Marcel Heimann zwei Projekte, die er angehen möchte.
Im Sommer dieses Jahres ist es im Salmendinger Rathaus zum Generationenwechsel gekommen. Marcel Heimann hat Erwin Straubinger als Ortsvorsteher beerbt und berichtet unserer Redaktion, wie er sich in seinem neuen Amt eingelebt hat.
„Die ersten Eindrücke kann ich als durchweg positiv beschreiben“, erzählt Heimann unserer Redaktion. Es folgen die Adjektive spannend, neu und aufregend. Kommunalpolitisch ist der 32-Jährige bislang noch nicht in Erscheinung getreten.
Entsprechend sportlich beschreibt er die ersten vier bis sechs Wochen. „Das war schon eine Herausforderung, sich in die vielen neuen Aufgaben und Abläufe einzuarbeiten“, sagt er uns im Gespräch.
Ersten Termine gemeistert
Dabei konnte er und kann immer noch auf die Unterstützung seines Vorgängers zählen. „Schon vorab habe ich viel mit Erwin Straubinger gesprochen. Für die Übergangszeit hat er mir angeboten, bei Fragen und Unklarheiten jederzeit zu helfen. Aber nur, wenn es gewünscht ist. Ansonsten hat er mir gesagt, dass er sich zurückhält, so dass ich meinen persönlichen Weg finden kann.“
Seine ersten Termine und Veranstaltungen meisterte der frischgebackene Ortsvorsteher bereits. „Seit September ist der Terminkalender gut gefüllt“, sagt er und nennt die Infoveranstaltung zur Erweiterung des Naturschutzgebietes – seine erste offizielle Veranstaltung im neuen Amt. Hinzu kommen repräsentative Aufgaben wie Geburtstagsbesuche und das Patroziniumsfest.
Newcomer hat sich einiges vorgenommen
Die Arbeit mit dem Ortschaftsrat läuft aus seiner Sicht ebenfalls sehr harmonisch. „Wir haben ein breit aufgestelltes Gremium aus den verschiedensten Branchen und aus allen Generationen.“
Der Newcomer hat sich für seine Amtszeit einiges vorgenommen und nennt zwei Projekte, die es in den kommenden Jahren anzugehen gilt. So steht zum einen die Modernisierung des Salmendinger Kindergartens an.
Zudem soll die Turn- und Festhalle im Ort auf den neuesten Stand gebracht werden. „Wie haben eine tolle und gut gepflegte Halle, aber bei größeren Veranstaltungen wie etwa an der Fasnet merkt man, dass hier etwas getan werden muss“, sagt Heimann.
Knapp 15 Jahre wohnt Heimann in Salmendingen
Er selbst wohnt seit knapp 15 Jahren in dem Burladinger Ortsteil. Vernetzt ist er gut. So war er lange Zeit Teil des Salmendinger Elferrats und engagiert sich im Jugendclub.
In Salmendingen wohnt er gerne und sieht enormes Potenzial in dem Ortsteil: „Mein Ziel ist es, das ohnehin schon attraktive Dorf gerade für junge Menschen und Familien noch attraktiver zu machen, so dass sich noch mehr Menschen in Salmendingen niederlassen.“
Gleichzeitig wolle er dafür sorgen, dass auch die ältere Generation sich weiterhin wohlfühlt. Der jungen und der alten Generation gerecht werden – diesen Spagat will er meistern.
Diese ambitionierten Ziele anzugehen erfordert Herzblut und viel Zeit. Das war Heimann schon bei der Kandidatur klar, und er hat privat und beruflich zuvor Rücksprache gehalten, ob er entsprechend den Rückhalt bekommt, um sich nun auch kommunalpolitisch voll engagieren zu können.
Rückhalt kommt aus allen Richtungen
Diesen bekommt er aus allen Richtungen: Der 32-jährige arbeitet in Tübingen als Teamleiter bei der DKMS, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei. „Dort steht man voll hinter mir, und durch eine flexible Homeoffice-Regelung kann ich beide Aufgaben bewältigen.“ Privat erfährt er die gleiche Unterstützung. Seine Frau stehe voll an seiner Seite und helfe, wo sie kann.
Zum Jahresabschluss freut sich der Ortsvorsteher bereits auf das traditionelle Adventstürchenöffnen auf dem Dorfplatz. „Danach lassen wir das Jahr langsam ausklingen und greifen dann wieder neu an für 2025.“