Eine stimmungsvolle, musikalisch-lyrische Einstimmung auf das Weihnachtsfest erlebten die Besucher des Weihnachtskonzerts von Marc Marshall im Theater im Kurhaus. Mit auf der Bühne stand Pianist René Krömer.
Einen Tag vor Heiligabend hat der Sänger und Entertainer Marc Marshall im Rahmen seiner Weihnachtstournee in Freudenstadt Station gemacht. Für viele seiner Fans ist der Besuch dieses vorweihnachtlichen Konzerts inzwischen eine liebgewonnene Tradition.
Wieder waren die Stuhlreihen gut gefüllt und Besucher von nah und fern nutzten die Gelegenheit, sich mit weihnachtlichen Klängen auf das bevorstehende Fest einzustimmen. Begleitet wurde der in Baden-Baden beheimatete Sänger bei dieser Tournee vom Pianisten René Krömer am Flügel.
Die Besucher ließen sich von diesem eingespielten Gespann auf eine Reise zu den schönsten, auch internationalen, Weihnachtsliedern entführen. Unterbrochen wurde die Musik lediglich durch Texte und Gedanken, die sich Marshall passend zum Anlass überlegt hatte.
Mitsingen erlaubt
Los ging das Konzert mit einem Medley, bei dem das beschwingte „Fröhliche Weihnacht überall“ den Rahmen setzte. Dazwischen gab es von „Lasst uns froh und munter sein“ und „Morgen Kinder wird’s was geben“ über „Am Weihnachtsbaum die Lichter brennen“ und „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ die ganze Bandbreite der fröhlichen Weihnachtslieder, bei denen die Besucher aufgrund des Bekanntheitsgrads auch gerne mitsangen.
Dazu forderte Marshall auch ausdrücklich auf. „Heute können Sie immer mitsingen, wann immer es Ihnen danach ist – zumindest so lange sich der Nachbar oder die Nachbarin nicht gestört fühlen“, kommentierte er schmunzelnd. Marshall, Sohn der Schlagerlegende Tony Marshall, versprach zudem ein Programm mit „ein bisschen neuer Farbe“ – alles unter dem Motto „Liebe, Frieden und Respekt“.
Weiter ging es mit „Joy to the World“ und Stücken wie dem eindrucksvollen „Laudate omnes gentes“ (Lobsingt, ihr Völker alle), das Marshall in lateinischer Sprache sang. Das Weihnachtslied „Feliz Navidad“ sang Marshall nicht in der bekannten Latin-Version von José Feliciano, sondern in einer gefühlvollen Interpretation.
Aus seinem aktuellen Album „Times to Love“ präsentierte Marshall das ursprünglich für Harry Belafonte komponierte „Silence is the Language my God speaks“. Marshall nahm dieses Lied zum Anlass, über die Bedeutung der Stille im Menschen zu philosophieren. Ohne den Bruch, den ein Zwischenapplaus in dieser emotionalen Stimmung bedeutet hätte, leiteten Marshall und Krömer danach auf das ökumenische Weihnachtslied „Ich steh an deiner Krippe“ über.
Trommelnder Nikolaus
Bei „Oh Jesulein süß“ und „Still still still, weil’s Kindlein schlafen will“ konzentrierte sich der Sänger auf den Refrain, bevor sich bei „Leise rieselt der Schnee“ wieder das gesamte Kurtheater zum Mitsingen aufgefordert fühlte. Danach folgten Weihnachtsklassiker wie beispielsweise „Süßer die Glocken nie klingen“ und „Tochter Zion“. Auch eine gefühlvolle Krömer-Eigenkomposition fand mit „Träume und Liebe“ ihren Platz im Programm.
Bei den eher swingenden Stücken aus dem amerikanischen Sprachraum wie „Jingle Bells“, „Winter Wonderland“ oder „Let it snow“ bekamen Marshall und Krömer Verstärkung durch einen trommelnden und Percussion spielenden Nikolaus.
Erst nach geforderten Zugaben, dem alljährlichen Weihnachtsgedicht „Der Tannenbaum spricht“ und dem gemeinsam gesungenen Abschluss-Medley ging der gelungene Konzertabend zu Ende.