Manuel Koller (Mitte) vom SV Zimmern scheidet nach zehn Jahren als Leiter der Kooperation mit dem SC Freiburg aus. Tobias Schätzle (links) vom Bundesligisten überbrachte Präsente vom Sportclub. Gunter Welzer (Jugendkoordinator des SVZ und Trainer der Landesligamannschaft freut sich mit. Foto: Schleeh

Fußball: Manuel Koller beendet Tätigkeit beim SV Zimmern als Leiter der Kooperation mit Bundesligisten.

Ein Jahrzehnt lang leitete Manuel Koller die Kooperation zwischen dem SV Zimmern und SC Freiburg. "Nach zehn Jahren ist es Zeit für einen Wechsel", erklärt Koller. Zu seiner Verabschiedung kam Tobias Schätzle vom SC Freiburg nach Zimmern und überbrachte einige Präsente.

Zahlreiche Talente aus der Region des WFV-Schwarzwaldes fanden über Manuel Koller den Weg in den Breisgau zum Sportclub. Auch die Kooperation mit dem SC Freiburg und SV Zimmern besteht seit zehn Jahren. So gesehen, ist Manuel Koller von Anfang an dabei. "Manuel war somit der erste Kooperationstrainer und unser Ansprechpartner beim SV Zimmern", erklärte Tobias Schätzle, der wiederum beim SC Freiburg als Organisatorischer Leiter des Nachwuchsleistungszentrum tätig ist.

"Überwiegend geht es uns um den Jugendbereich mit unseren Kooperationsvereinen. Ein Modell, das wir mit Herzblut vorantreiben, dass wir gefühlt rund um Freiburg in allen Himmelsrichtungen einen Partnerverein haben, um Talente zu finden", ergänzt Schätzle. In der Fördergruppe beim SV Zimmern wurden diese talentierte Nachwuchskicker von Manuel Koller einmal pro Woche trainiert. Mittelfristiges Ziel sei es, diese Talente Richtung Profibereich auszubilden

Zusätzlicher Aspekt sei es aber auch, den SV Zimmern in der Breite zu stärken. "Zur Wahrheit gehört auch, dass es nicht alle Talente aus der Fördergruppe schaffen, um nach Freiburg zu kommen. Ziel im Umkehrschluss ist, dass diese Spieler dann den SV Zimmern stärken", sagt Tobias Schätzle. Manuel Koller weiß, "im Jahr sind es zwei bis drei Jugendspieler, die ins Leistungszentrum nach Freiburg wechselten", dem Schätzle hinzufügt: "zwischen 25 und 30 sind zu uns ins NLZ von Zimmern gewechselt."

Die Messlatte, um diesen Weg einzuschlagen, liege natürlich sehr hoch. "Das ist es, was wir versuchen immer wieder erwähnen, dass im Altersbereich von 12 bis 14 Jahren der Bundesligaprofi noch ganz, ganz weit weg ist", so Tobias Schätzle. Der Organisatorischer Leiter des NLZ ergänzt: "Man kann sagen, die sind talentierter als der eine oder andere in dem Jahrgang, deshalb geht es darum, sie im Nachwuchsleistungszentrum zu fördern und dann schauen, was passiert. Es ist für uns auch schon ein Erfolg, wenn sie in der U19-Bundesliga spielen."

Zu dem Kontakt mit dem SV Zimmern kam es, als der Bundesligist aus dem Breisgau auf der Suche nach Partnern war, Koller davon erfuhr und eine entsprechende Bewerbung beim Sportclub einreichte. Alexander Teufel bereitete eine Präsentation vor, die Jochen Saier als Verantwortlichen vom SC Freiburg bei der Visite in Zimmern überzeugte, dass der SV Zimmern der richtige Partner sei. Manuel Koller reizte diese Aufgabe auf Anhieb. "Diese Aufgabe ist interessant und man ist immer auf dem neuesten Stand, was die Anforderungen der Fußballschule sind, was man heute bringen muss als Jugendspieler. Ebenso die Ausbildungsmaßnahmen. Der Fußball entwickelt sich immer weiter."

Schon in diesen zehn Jahren, in denen Koller als Kooperationstrainer tätig war, habe sich die Sichtweise auf viele Dinge verändert. "Der Markt ist hart umkämpft, heute geht es um U10-Spieler, hat sich die Entwicklung nach unten verschoben, so früh wie möglich zu fördern." Durch den Stützpunkt in Zimmern wolle man die Talente möglichst lange in der Region halten, damit die nicht schon in jungen Jahren den enormen Aufwand an Fahrweg nach Freiburg ins NLZ haben.

Dass Manuel Koller sein "10-Jähriges" zum Anlass nimmt um aufzuhören, hat für ihn den Hintergrund: "Jetzt ist für mich der Zeitpunkt gekommen, diese Aufgabe an einen Jüngeren weiterzugeben. Auch Platz zu machen, für neue Ideen. Nach so vielen Jahren wird es Zeit, noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen", lässt Koller offen, was da auf ihn zu kommt.

Der "Jüngere" als Nachfolger ist Marco Aicher. "Ich war beim SV Zimmern schon Jugendspieler, der Kontakt ist nie abgebrochen und ich wollte in dem Bereich auch etwas machen als Trainer, habe die entsprechenden Trainerlizenzen gemacht", so Aicher und fügt an: "Wenn sich die Chance bietet und die Möglichkeit da ist, die mir der Sportclub und SV Zimmern geben, will ich die auch nutzen."

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