CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel sprach beim CDU-Herbstfest in Hartheim. Foto: Karina Eyrich

CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel wirkte in Hartheim ein bisschen zu perfekt.

Recht perfekt war der Abend mit Manuel Hagel, dem CDU-Spitzenkandidaten für die Landtagswahl 2026, in Hartheim inszeniert – fast ein bisschen zu perfekt. Themen und Aussagen des 37-Jährigen dreifachen Familienvaters, der nach einer Blitzkarriere schon mit 26 Jahren Sparkassen-Filialdirektor in seiner Heimatstadt Ehingen war und makellos aussieht, folgten einer perfekten Dramaturgie.

 

Er weiß, mit welchen Aussagen er die Zustimmung und den Applaus des Publikums findet, setzt sie in angemessenen Abständen ein und sorgt gezielt für Lacher hie und da. Dass er weiß, wo die Bürger der Schuh drückt, bringt Hagel, der bodenständig aufgewachsen und im 28 000-Einwohner-Städtchen Ehingen verwurzelt ist, zwar glaubwürdig rüber. Trotzdem glänzt er ein bisschen zu makellos, um nahbar rüberzukommen.

Der frisch und natürlich plaudernden Nicole Hoffmeister-Kraut ist es am Freitag besser gelungen, als „eine von uns“ rüberzukommen. Wenn Hagel im Wahlkampf den Mut findet, nicht immer perfekt wirken zu wollen, dann dürfte seine Chance steigen, mit seinen Botschaften zu punkten.