Ein Mann hat eine Frau in der Nähe eines Marktes in ein Buswartehäuschen gedrängt. Foto: Markus Reutter

Eine Frau aus Furtwangen wurde vor wenigen Tagen von einem 32-jährigen Mann belästigt, wie die Polizei am Montag bestätigte. Die 53-jährige Frau habe sich lauthals gewehrt. Eine 33-jährige Passantin sei ihr zur Hilfe geeilt.

Der Vorfall ereignete sich am 1. Juli gegen 18.30 Uhr an einem Einkaufsmarkt in der Allmendstraße auf Schönenbacher Gemarkung.

 

Der Mann habe die Frau zunächst im Bereich des Marktes angesprochen. Als die Frau daraufhin nicht reagierte, soll sie von dem Mann an einem Arm gepackt und in ein nahe gelegenes Buswartehäuschen gedrängt worden sein, informiert die Polizei.

Die 53-Jährige habe sich lautstark gewehrt. Eine Passantin sei hinzu gekommen. Beide hätten den Mann dann bis zum Eintreffen der Polizei vor Ort festgehalten.

Tatverdächtiger in psychiatrische Einrichtung gebracht

Polizeipressesprecher Marcel Ferraro teilt mit, dass sich der Tatverdächtige nach bisherigen Ermittlungen in einem „psychischen Ausnahmezustand“ befunden habe und deshalb anschließend in eine psychiatrische Einrichtung in Rottweil gebracht wurde.

Bislang habe die Polizei keine Anhaltspunkte, dass sich der Mann sexuell an der Frau vergehen wollte. Die Ermittlungen würden andauern. Dabei werde auch die Schuldfähigkeit des Mannes geprüft.

Als die beiden Frauen den Mann am Buswartehäuschen festhielten, habe sich der Mann gewehrt und dabei mit der Hand die zur Hilfe herbei geeilte Frau im Gesicht leicht verletzt.

Hinweise auf weitere Belästigungen

Unsere Redaktion erhielt Hinweise von privater Seite, dass es in der Nähe des Bahndamms, es handelt sich um einen beliebten Radweg an der Breg zwischen Furtwangen und Schönenbach, zu weiteren Belästigungen von Frauen durch einen Mann gekommen sei, nämlich am 1. und 8. Juli. Die beiden Fälle am Bahndamm sind der Pressestelle der Polizei jedoch nicht bekannt. Offensichtlich wurde hier von den möglicherweise Betroffenen die Polizei nicht informiert beziehungsweise keine Anzeige erstattet. Pressesprecher Ferraro empfiehlt Frauen, die solche Situationen erlebten, lautstark um Hilfe zu rufen und die Polizei zu informieren. Weitere Hinweise zum richtigen Vorgehen gebe es im Internet unter www.polizei-beratung.de.

Ein anderer Fall

Ein anderer Fall, der zeitweise für Verunsicherung in Furtwangen sorgte, ereignete sich vor wenigen Tagen unweit des Otto-Hahn-Gymnasiums. In den Sozialen Medien hieß es, eine Schülerin sei auf dem Nachhauseweg von einem fremden Mann in einem Auto aufgefordert worden, zu ihm ins Auto zu steigen. Er würde sie dann nach Hause bringen. Die Schulleitung bat die Eltern in diesem Zusammenhang um Aufmerksamkeit und Vorsicht. Auch die Schule werde ein wachsames Auge auf diese Angelegenheit werfen, postete die Schulleitung.

Wenige Stunden später gab Schulleiter Andreas Goldschmidt Entwarnung: Der besagte Mann im Auto sei mit einem Teil der Familie der Schülerin bekannt und habe keine böse Absicht gehabt. Die Schülerin habe ihn allerdings nur äußerst flüchtig gekannt und habe ihn in dieser Situation nicht als Bekannten identifizieren können. Der Mann werde sich bei ihr entschuldigen.