Noch fließt der Verkehr über die Manbachtalbrücke. Von 23. März bis November stehen allerdings Sperrungen an. Foto: Ortmann

Die Manbachtalbrücke bei Freudenstadt muss saniert werden. Dafür wird die B 294 monatelang halbseitig gesperrt – und es stehen auch Vollsperrungen an.

Im Auftrag des Regierungspräsidiums (RP) Karlsruhe beginnt am Montag, 23. März, die Ertüchtigung der Manbachtalbrücke auf der B 294 zwischen Freudenstadt und Lauterbad. Davon berichtet das RP in einer Pressemitteilung.

 

Ab Montag wird die B 294 im Bereich der Brücke halbseitig gesperrt. Der Verkehr wird mit einer Baustellenampel geregelt. Der Pkw-Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen dürfen die Brücke während der Baumaßnahme nicht befahren. Sie werden in beiden Fahrtrichtungen über Dietersweiler umgeleitet. Die Umleitungen werden ausgeschildert.

An bis zu fünf Wochenenden muss die B 294 zudem voll gesperrt werden. Grund sind Betonagearbeiten an den Schlitzen. Um den Erhärtungsprozess des Betons nicht zu beeinträchtigen, wird die Vollsperrung jeweils ab Freitagnachmittag, 16 Uhr, eingerichtet und am Montagmorgen, 6 Uhr, wieder aufgehoben. Das Regierungspräsidium Karlsruhe kündigt die konkreten Termine rechtzeitig separat an, wie es in der Mitteilung heißt.

Der Grund für die Sanierung

Im Zuge einer statischen Nachrechnung wurden am Überbau im Bereich der Stützen Defizite festgestellt. Diese werden im Rahmen der Maßnahme behoben. Der Überbau ist als Hohlkasten aus Spannbeton ausgebildet. Der Boden des Hohlkastens wird abschnittsweise mit zusätzlichem Spannstahl verstärkt.

Für den Einbau werden an den fünf Bauwerksstützen nacheinander jeweils 16 Schlitze mittels Höchstdruckwasserstrahlen hergestellt. Dabei wird Beton mit einem Wasserstrahl mit einem Druck von bis zu 2500 bar abgetragen. Anschließend werden Spannstähle eingelegt und die Bereiche wieder betoniert.

Am Überbau wurden laut Regierungspräsdium im Bereich der Stützen Defizite festgestellt. Foto: Ortmann

Zusätzlich werden schadhafte Entwässerungsleitungen im Brückeninneren ausgetauscht. Außerdem wird die Übergangskonstruktion auf der Fahrbahn erneuert. Diese Konstruktion bildet den Übergang zwischen Bauwerk und Straße und nimmt Längenänderungen infolge von Temperaturänderungen auf.

Die Verstärkungsmaßnahmen erfolgen überwiegend im Hohlkasten und unterhalb der Fahrbahn. Für Verkehrsteilnehmer wird daher nur in begrenztem Umfang Baustellenbetrieb sichtbar sein.

Kosten von rund 1,45 Millionen Euro

Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Ende November 2026 abgeschlossen. Die Kosten der Maßnahme betragen rund 1 450 000 Euro und werden vom Bund getragen.

Weitere Informationen unter www.verkehrsinfo-bw.de mit aktuellen Informationen zur Verkehrslage und zu Baustellen sowie in der „VerkehrsInfo BW“-App.