Beim Kappenabend zeigt die DJK Donaueschingen, wo ihre wahre Stärke liegt: zwischen Mallorca-Fieber, Fernsehshow und guter Laune. Foto: Hannah Schedler

Studio-Atmosphäre, treffende Dialoge, jede Menge Witze: Die feucht-fröhliche Bühne in Donaueschingen hätte wohl auch dem König von Mallorca gefallen.

Wenn sich das Vereinsheim der DJK Donaueschingen in ein Fernsehstudio verwandelt, Palmen zwischen Girlanden wachsen und aus der Theke kurzerhand eine TV-Bühne wird, dann ist klar: Es ist Kappenabend.

 

Unter dem Motto „DJK-Fernsehabend“, gewürzt mit einer ordentlichen Portion Mallorca-Fieber, verwandelte sich das Vereinsheim in einen feucht-fröhlichen Hotspot irgendwo zwischen El Arenal und Samstagabendunterhaltung.

Charmant und schlagfertig führte Andrea Kiewel durch den Abend – zumindest ihr Alter Ego. Hinter der Rolle steckte Philipp Janosch, der als „Kiwi“ pointiert durch Sketche, Einspieler und Wortwitz navigierte und damit augenzwinkernd bewies, dass sich die GEZ-Gebühr an diesem Fernsehabend lohnte. Sportlich-feucht wurde es bei den Spieleinlagen: Alex Meyer und Sebastian Früh lieferten sich beim legendären Kübelsaufen ein humoristisches Duell, das weniger von Technik als von Tempo, Teamgeist und viel Gelächter lebte.

Pointierte Geschichten

Und wenn Sebastian Früh später als kölsches Ego die Bühne betrat, war klar: Nomen est omen – er machte seinem Namen alle Ehre. Reiseberichte führten mit Franz Wild, dem Kaarle Buur, zunächst nach Mallorca, weiter zum feucht-fröhlichen Schoppen nach Mainz und schließlich nach Konstanz – Lack und Leder inklusive. Als Grande Dame des Kappenabends überzeugte Uli Schorpp mit pointierten Geschichten aus dem Ehealltag und herrlich überzeichneten Arztbesuchen. Kleine und große Wehwehchen, präzise Beobachtungen und eine Mimik, die für anhaltenden Szenenapplaus sorgte.

Auch musikalisch fehlte es nicht an Glanz: Die Alten Herren wurden zu Stars vom Ballermann, von Miki Krause über Heino und Andrea Berg bis hin zu Wolfgang Petry. Norbert Rosenstihl setzte an der Gitarre gefühlvolle Akzente – so treffsicher, dass selbst Wolfgang Petry hätte eifersüchtig werden können. Dass die DJKler für ihre Feierfreude bekannt sind, bewiesen sie einmal mehr. Selbst der König von Mallorca hätte sich hier wohl heimisch gefühlt.

Der Graf vom Rathaus

Und als wäre das nicht genug, gesellte sich politische Prominenz zu der Veranstaltung dazu: Bürgermeister Severin Graf überraschte dabei als bekennender Mallorca-Fan. Denn stilecht als der „Graf vom Rathaus“ zeigte der Bürgermeister, dass Fasnet, Humor und ein Augenzwinkern in Donaueschingen ganz selbstverständlich zusammengehören.