Mit einigen kräftigen „Hauruck“ bringen die Frohsinnler und Zimmerer auf dem Platz am Hanselbrunnen den Maibaum in seine Position. Foto: Roger Müller

Die Zimmererzunft und der Frohsinn stellten mit Muskelkraft und Geschick den Maibaum in Donaueschingen auf. Doch die Tage des Wahrzeichens sind gezählt.

Bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel wurde am Donnerstag von der Narrenzunft Frohsinn und der Zimmererzunft Sumpfohren der Maibaum aufgestellt.

 

23 Meter misst der Baum im 23. Jahr dieser schönen Tradition, mit zahlreichen Zuschauern auf dem Hengstlerplatz, um dieses besondere Ereignis mitzuerleben.

Und dabei sind die Tage des aktuellen Maibaums (fast schon) gezählt. Denn in zwei Jahren, dann, wenn die Narrenzunft Frohsinn ihr 175-jähriges Jubiläum feiert, wird ein neuer Narrenbaum gestellt, der dann auch als Maibaum fungieren wird.

Echtes Kaiserwetter

Es herrschte am Abend vor dem Maifeiertag echtes Kaiserwetter, wie man es sich für diesen Anlass wünscht. Unter Anleitung des erfahrenen Zimmerermeisters Georg Mellert, der Sumpfohrener „Holzer“ und der Narrenzunft Frohsinn wurde der Maibaum traditionell per Hand mit sogenannten „Schwalben“ Stück für Stück in die Höhe gehievt.

Dabei war Teamarbeit gefragt, denn nur durch präzise Abstimmung und Kraft gelang es, den Baum sicher aufzurichten. Fastnachtsurgestein Thomas Höfler moderierte das Spektakel. Währenddessen sorgte die „Kueseckelmusik“ für die musikalische Umrahmung, die zahlreichen Besucher genossen das gesellige Beisammensein.

Nach etwa einer Stunde war es schließlich geschafft: Der Maibaum stand aufrecht und fest verankert im Boden. Ein kräftiger Applaus belohnte die Helfer für ihren Einsatz.

Das Maibaumstellen war auch in diesem Jahr ein voller Erfolg und zeigte einmal mehr, wie lebendig und verbindend Traditionen sein können.