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Mahnwachen Was steckt hinter "Fridays gegen Altersarmut"?

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"Fridays gegen Altersarmut" macht mobil - und ruft zu Mahnwachen auf. (Symbolfoto) Foto: dpa

Freudenstadt/Region - Mehrere Gruppen werben auf Facebook seit einiger Zeit unter dem Label "Fridays gegen Altersarmut" (FgA) um Mitstreiter und kündigen für den 24. Januar bundesweit Mahnwachen an - unter anderem in Freudenstadt. Als Thema hat sich die Bewegung den Kampf gegen soziale Ungerechtigkeit auf die Fahnen geschrieben.

Kritik kommt derweil von anderer Seite, etwa von den "Omas gegen Rechts": Die Bewegung "Fridays gegen Altersarmut" habe einen fragwürdigen Hintergrund, warnen diese auf ihrer Facebookseite. "Außer Forderungen und rechter Hetze sind keine konkreten Ziele, geschweige denn Hilfen für Betroffene ersichtlich!", heißt es dort.

"Ladet eure komplette Freundesliste in unsere Gruppe ein"

Im Fokus der Kritik steht der Administrator der ersten und größten Facebookgruppe zum Thema. Bei diesem handelt es sich um einen gewissen Heinz alias Heinrich alias Heinrich von Graf Madsen. Warum er unter drei verschiedenen Namen aktiv ist? "Facebook hat ohne jegliche Begründung oder Regelverstoß meine Administratorenrechte für mein Hauptprofil Heinz Madsen eingeschränkt", erklärt er mehrfach. Dies sei für ihn ein Zeichen, dass die Regierung die Gruppe ernst nehme - und Grund genug, noch mehr Mitglieder zu mobilisieren. "Ladet eure komplette Freundesliste in unsere Gruppe ein", fordert er seine Mitstreiter auf. Dass dies erfolgversprechend sein dürfte, zeigt die Tatsache, dass die Gruppe inzwischen (Stand 14. Januar 2020) mehr als 290.000 Mitglieder hat.

Unterstützt wird die Bewegung "Fridays gegen Altersarmut" unter anderem von der Hagida, laut Frankfurter Rundschau "ein Ableger der bekannten und in der Versenkung verschwundenen Rechtsaußenbewegung Pegida". Zudem sollen Administratoren einiger FgA-Gruppen rechte Gruppen und Parteien unterstützen.

Freudenstadt distanziert sich von rechtem Hintergrund

Einige Organisatoren der Mahnwachen distanzieren sich inzwischen ausdrücklich von Heinz Madsen beziehungsweise von einem möglichen rechten Hintergrund. "Ich werde vor Ort keine Hetze oder Beleidigungen in jeglicher Hinsicht dulden und möchte auch dazu auffordern, mich zu informieren, falls es vor Ort Einzelpersonen gibt, die dies betreiben", heißt es etwa vom Organisatoren der Freudenstädter Aktion.

Rund 185 Mahnwachen sind für den 24. Januar geplant, in Baden-Württemberg unter anderem in Freiburg, Freudenstadt und Karlsruhe. Auf dem Freudenstädter Marktplatz sollen sich von 17 bis 19 Uhr laut Veranstalter "Menschen unabhängig ihrer Herkunft, Hautfarbe, Religion oder sexueller und politischer Orientierung" versammeln, um "friedlich für ihre gemeinsamen Interessen" einzustehen.

50 Teilnehmer angemeldet

Sowohl die Stadt Freudenstadt als auch das zuständige Polizeipräsidium Pforzheim bestätigen auf Anfrage, dass eine Anmeldung zur Versammlung vorliege. In Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei sei eine Bewertung vorgenommen worden, erklärt ein Polizeisprecher. Der Kripo seien die Warnungen bekannt, in Freudenstadt selbst jedoch spreche nichts dafür, dass es zu Problemen kommen könnte. Dennoch werde die Polizei vor Ort sein, der Veranstalter habe 50 Teilnehmer angekündigt.

Heinrich aka Heinz Madsen setzt indessen weiter vor allem auf virale Popularität. "Und wenn ich noch zehn weitere Profile anmelden muss", droht er. "Zum Schweigen bringen wird man mich auf Garantie nicht."

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