Für die neue Saison haben Sie in dem Dänen Allan Damgaard einen typischen Spielmacher für die Mitte-Position verpflichtet . . .
. . .und ich bin sicher, dass er uns helfen wird, die Bälle gut zu verteilen und unsere Rückraum-Shooter gut in Szene zu setzen. Doch schon an diesem Sonntag kehrt Tim Kneule wieder in unser Team zurück. Er ist ein anderer Spielertyp, aber unglaublich wichtig für uns. Er wird unserem Spiel guttun.
Ist die Partie gegen den SC Magdeburg ein Schlüsselspiel, wohin die Reise für Frisch Auf in dieser Saison geht?
Es ist ein unglaublich wichtiges Spiel für uns. Mit zwei Punkten gegen den amtierenden DHB-Pokalsieger könnten wir die Handbremse lösen, Selbstvertrauen tanken und die Kurve nach oben bekommen.
Und wenn nicht, beginnt der Abstiegskampf, und Ihr Stuhl wackelt?
Das glaube ich nicht. Ich kenne die Mechanismen im Profisport, aber auch die handelnden Personen bei Frisch Auf.
Die treuen, aber kritischen Fans haben dazu aufgerufen, am Samstag in den Vereinsfarben Grün und Weiß in die EWS-Arena zu kommen.
Ich kann die Unzufriedenheit der Fans über den bisherigen Saisonverlauf absolut verstehen, deshalb freut es mich, wenn die Halle gegen Magdeburg wie eine Wand hinter uns steht. Ich kann versprechen, dass die Mannschaft bis zum Umfallen kämpfen wird.
Trägt es nicht auch zur Verunsicherung bei, dass am Saisonende zehn Verträge auslaufen.
Das darf keine Rolle spielen.
Frisch Auf hat Johannes Bitter vom TVB Stuttgart ein lukratives Angebot unterbreitet . . .
. . . keine Ahnung.
Wirklich?
Einen Torwart wie Jogi Bitter hätte jeder Trainer gerne in seiner Mannschaft. Da müsste ein Management einen Coach nicht fragen, wenn es mit ihm Kontakt aufnimmt.
Im Gegenzug ist Ihr Kapitän Manuel Späth beim TVB heiß im Gespräch.
Manu ist eine Ikone in Göppingen, bei ihm weiß man, was man bekommt. Wir haben noch nichts entschieden.
Wollen Sie die beiden Außen aus der Region, Marcel Schiller und Marco Rentschler, halten?
Ja. Aber grundsätzlich stört es mich etwas, dass nach zehn Spieltagen schon über die neue Saison gesprochen wird. Meine Aufgabe ist es, mich auf die sportliche Aktualität zu konzentrieren.
Und mit der Weltreise lassen Sie sich noch Zeit?
Auf jeden Fall. Ich war nach meiner aktiven Karriere auch im Verkauf eines Stahlunternehmens tätig. Doch der Handball ist mein Leben. Ich liebe diesen Sport und die wunderbare Arbeit mit den Menschen.