Das Fragezeichen rechts im Bild sagt eigentlich alles: Ungläubig beobachten die beiden „Assistentinnen“, wie Andy Häussler erfolgreich das Pendel einsetzt. Foto: Richard Schuster

Einen Abend voller Magie bot der Fernseh-bekannte Illusionist Andy Häussler in Königsfeld.

Zu einem Jahresabschluss der besonderen Art lud jüngst die Gemeinde Königsfeld ein.

 

Vorab versprochen wurde ein Abend „voller Magie, Staunen und Unterhaltung“ – und die Organisatoren hielten Wort: Sie präsentierten den Besuchern im Haus des Gastes ein absolutes Schwergewicht aus den Bereichen Magie und Illusion, den Rechenkünstler, Magier, Mentalisten und Zauberer Andy Häussler.

Mit seinem aktuellen Programm „Irrtümer und andere Wunder“ bot der mit Preisen ausgezeichnete und aus zahlreichen TV-Formaten bekannte Künstler eine rund zweistündige Show, die einerseits begeisterte, andererseits die verblüfften Gäste ein ums andere Mal auch ratlos zurückließ, Tenor: Wie macht der das nur? Allerdings hätte dieser gelungene Abend durchaus mehr Gäste verdient gehabt.

Gäste in die Zauberei einbezogen

„Ich sammle Irrtümer“, stellte sich der „Blitzrechner“ dem Publikum vor und bot der Einfachheit halber gleich mal allen im Saal das Du an. Von Anfang an bezog Häussler die Gäste aktiv in seine Zaubereien mit ein und er stellte auf humorvolle, lockere Art und Weise die Frage in den Raum: „Was ist eigentlich Lüge, was Wahrheit?“

Es gebe allerlei Täuschungen, Irrtümer, „Wunder“ und Denkfehler in fast allen Lebenslagen, die hier eine einfache Antwort oft schwierig machten – und er gab Tipps für „gutes“ Lügen.

Seine Zahlenspiele rund um die mathematische Kreiszahl Pi waren schier unglaublich. So etwa wusste er die Zahlenabfolge an einer beliebigen Stelle des sich hinter dem Komma unendlich fortsetzenden Pi – faszinierend, begeisternd, aber doch auch irgendwie unwirklich.

Besucher sichtlich beeindruckt

Die sichtlich beeindruckten Besucher fragten sich auch, wieso der Magier immer erkannte, welche Spielkarten sich die von ihm auf die Bühne gebetenen und vom Publikum mit anerkennendem Beifall bedachten „Assistenten“ aussuchten.

Andy Häussler wusste Dinge, die er normalerweise nicht wissen konnte. Seine Vorführung mit den durchnummerierten Würfeln konnte man kaum glauben, geschweige denn irgendwie nachvollziehen. Aber genau das ist ja gerade das angestrebte Ziel jeder guten Show der Illusionen: die ratlose Frage des ungläubig beobachtenden Zuschauers nach der praktischen Ausführung des Kunststücks, des „Wie“. Hinzu kommt der Wunsch nach Täuschung, nach Illusion.

Der Künstler „bewies“ auch die Wirksamkeit eines Pendels, mit dessen Hilfe er zielsicher die einzige mit einem Geldschein bestückte Streichholzschachtel unter einer Anzahl gleich aussehender Exemplare herausfischte. Es gab für die begeistert Beifall spendenden Besucher an diesem Abend aber nicht nur die „magischen Momente“, exzellent präsentiert von Andy Häussler, mit der Einstimmung auf das Jahresende, Sie konnten sich darüber hinaus vor der Show und in der Pause vom Personal des Cafés Art mit verschiedenen Getränken und allerlei kulinarischen Schmankerln verwöhnen lassen.